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17:53 03.03.2016
Foto: Feuerwehrmann, Krankenschwester, Ingenieur, Polizist: Diese Berufe genießen das größte Vertrauen in Deutschland (Symbolbilder).
Feuerwehrmann, Krankenschwester, Ingenieur, Polizist: Diese Berufe genießen das größte Vertrauen in Deutschland (Symbolbilder). Quelle: dpa
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Feuerwehrleute, Sanitäter, Krankenschwestern, Pfleger: Das sind die Berufsgruppen, die in Deutschland das meiste Vertrauen genießen. Das gilt auch für Piloten und für Ingenieure sowie Techniker – trotz der Germanwings-Katastrophe und des VW-Abgas-Skandals. Das ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben. Dagegen genießen Berufe wie Politiker, Werbefachleute und Versicherungsvertreter kaum Vertrauen. Die GfK befragte im vergangenen Herbst in Deutschland 1000 Personen ab 14 Jahren.

Warum genießen bestimmte Berufe mehr Vertrauen als andere? "Piloten bewältigen eine sehr verantwortungsvolle und komplexe Arbeitsaufgabe", erklärt Frank Kleemann, Professor für Arbeitssoziologie. Für gutes Ansehen sorge, "wenn ich nach dem Start den Piloten höre, der mir sagt, dass wir gut abgehoben und es in Rio 27 Grad sind – da fühle ich mich wohl".

Das Vertrauen in Lehrer sinkt

Feuerwehrleute retten Leben, Häuser und auch mal die Katze aus dem Baum – dafür genießen sie großes Vertrauen. Dasselbe gelte für andere Helfer und Retter wie Sanitäter, Krankenschwestern und Pfleger. "Das sind Leute, die unangenehme, schwierige, aber notwendige Aufgaben für die Gesellschaft übernehmen", erklärt Soziologe Kleemann. Vertrauen sei aber auch an das Einkommen und den Bildungsgrad gekoppelt – deswegen schnitten Müllmänner und Altenpfleger trotz ihrer wertvollen Aufgabe für die Gesellschaft nicht so gut ab.

Beim Lehrerberuf scheinen die Debatten über zu volle Klassen, zu wenig Zeit für den einzelnen Schüler und weitere Probleme an Schulen zu Buche zu schlagen: Das Vertrauen in sie sank laut der Erhebung um sechs Prozentpunkte auf 82 Prozent. Banker und Bankangestellte können nach Jahren der Finanzkrise, in denen die Branche viel Kritik traf, wieder Vertrauen gewinnen: Sie legen um vier Prozentpunkte zu – auf 43 Prozent.

Abgas-Skandal ohne Auswirkungen

Trotz der Abgas-Affäre bei Volkswagen können Ingenieure und Techniker ihren guten Ruf sogar noch verbessern. Sie rücken mit 86 Prozent auf Rang 8 vor. Die beiden Befragungsrunden – eine vor und eine nach Bekanntwerden des Skandals – hätten so gut wie keine Veränderungen im Vertrauenswert aufgezeigt: "Der Abgasskandal einer Firma oder einer Branche kann dieses Vertrauen nicht erschüttern", kommentiert Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK-Vereins. Außerdem werde das Versagen eher dem Management als den Ingenieuren zugeschrieben, fügt Kleemann hinzu.

Am Ende der Skala stehen unverändert Politiker, denen nur 14 Prozent der Teilnehmer "voll und ganz" oder "überwiegend" vertrauen (minus ein Prozentpunkt). Journalisten landen auf dem viertletzten Platz. Im vergangen Jahr waren vor allem im rechtspopulistischen Pegida-Lager "Lügenpresse"-Vorwürfe laut geworden – Journalisten büßen im Vergleich zu 2014 aber lediglich einen Prozentpunkt auf 36 Prozent Zuspruch ein. Knapp davor landeten Profifußballer (42 Prozent) und Schauspieler (48 Prozent).

dpa/wer

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