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Wirtschaft Last-Minute-Angebot der Bahn an Lokführer
Mehr Welt Wirtschaft Last-Minute-Angebot der Bahn an Lokführer
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06:32 02.10.2014
Der Tarifkonflikt zwischen Bahn und Gewerkschaft GDL spitzt sich zu. Quelle: dpa
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Berlin/Frankfurt

Mit einem neuen Angebot will die Deutsche Bahn weitere Streiks der Lokführer im letzten Moment noch abwenden. Unmittelbar vor der Entscheidung über neue Arbeitskämpfe am Donnerstag legte der Konzern der Lokführergewerkschaft eine neue Offerte vor, wie die "Passauer Neue Presse" (Donnerstag) erfuhr. Demnach schlägt das Bundesunternehmen vor, die Verhandlungen auszusetzen, bis die Bundesregierung das geplante Gesetz zur Tarifeinheit auf den Weg gebracht habe. Bis dahin sollten die Lokführer zwei Prozent mehr Geld erhalten, hieß es. Weder die Bahn noch die Gewerkschaft der Lokomotivführer wollten sich bislang zu dem Bericht äußern. Ein Bahnsprecher kündigte jedoch eine Pressemitteilung für Donnerstagvormittag an.

GDL-Vorsitzender: "Durchstreiken bis zum Ende"

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte die Verhandlungen in der vergangenen Woche für gescheitert erklärt. Sie will am heutigen Donnerstag das Ergebnis ihrer Urabstimmung bekanntgeben. Die Auszählung in Frankfurt beginnt am Morgen (8.00 Uhr), wie die GDL mitteilte. Mit dem Resultat sei am Nachmittag zu rechnen. Die erforderliche Zustimmung ist bei 75 Prozent Ja-Stimmen erreicht. Mit dem Arbeitskampf will die GDL ihre Forderung nach fünf Prozent mehr Geld und einer kürzeren Arbeitszeit durchsetzen. Sie erhebt sie nicht nur für die Lokführer, sondern für das gesamte Zugpersonal. Die GDL rivalisiert dabei mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Laut "Passauer Neue Presse" billigt die Bahn der GDL in ihrem neuen Angebot aber lediglich zu, federführend für die Lokführer zu verhandeln.

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Zuvor hatte die GDL angekündigt, sich auf einen langen Arbeitskampf einzustellen. Seine Organisation werde "durchstreiken bis zum Ende", sagte der Vorsitzende Claus Weselsky der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Er warf der Deutschen Bahn vor, das Zugpersonal "absichtlich" in den Streik zu treiben. Die Lokführer, aber auch die Piloten sollten "die Begründung liefern" für ein Gesetz zur Tarifeinheit, mit dem die Regierung die Macht von Berufsgewerkschaften beschneiden wolle, sagte Weselsky dem Blatt. 

dpa/rtr

01.10.2014
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