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Wirtschaft Deutsche Annigton will Image aufpolieren
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21:38 01.06.2015
Deutsche-Annington-Wohnungen in Hannover. Der Immobilienkonzern will mehr in Instandhaltung und Modernisierung investieren.  Quelle: Tim Schaarschmidt
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Bochum

„Das war in Teilen so, das muss man deutlich sagen. Das war eine andere Zeit“, sagte er am Montag. Auch die Zahl der Handwerker, die direkt zum Konzern gehören, will Buch kräftig aufstocken.

Weht also ein neuer Wind bei der Deutschen Annington? Vor gut zwei Jahren hatte Buch den Chefsessel bei dem Wohnungskonzern übernommen. Zumindest die Worte aus der Konzernspitze seien seitdem verheißungsvoller geworden, bescheinigt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes. „Die Kommunikation ist sehr viel besser. Herr Buch ist sehr bemüht, die Kundenorientierung in den Vordergrund zu stellen.“ Doch dies müsse noch viel stärker sichtbar werden, fordert Ropertz. „Vor Ort erleben wir nach wie vor, dass es viele falsche Betriebskostenabrechnungen gibt, dass Wohnungen in schlechtem Zustand sind.“

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Die Deutsche Annington hat zuletzt ihre Investitionen in die eigenen Immobilien deutlich gesteigert. 29 Euro je Quadratmeter steckte das Unternehmen im vergangenen Jahr in Instandhaltung und Modernisierung. 2013 waren es 20 Euro und 2009 nur etwa 12 Euro gewesen. 

„Modernisierung bedeutet natürlich meistens auch Mieterhöhung“, sagt Mieterbund-Geschäftsführer Ropertz. Wenn der Vermieter eine neue Heizung einbaut, die alten einfach verglasten Fenster gegen neu isolierte Scheiben austauscht oder in einen modernen Fahrstuhl investiert, könne er 11 Prozent der Kosten dauerhaft auf die Miete aufschlagen.

Um bei Bauarbeiten in den Häusern zu sparen, holt die Deutsche Annington auch immer mehr Handwerker unter ihr Dach. Derzeit arbeiten dem Unternehmen zufolge rund 2000 Heizungsmonteure, Maler und Elektriker im Konzern. Und mit der Übernahme der Gagfah sollen noch einmal mindestens 1000 dazukommen, sagt Buch. 

Je mehr Wohnungen der Konzern noch erwirbt, desto besser kann sich diese Handwerker-Armada auszahlen. Eine solche Riesenübernahme wie der Gagfah-Kauf steht nach den Worten von Buch aber erst einmal nicht wieder auf dem Programm. Dies wäre auch schwierig, denn so groß wie die Gagfah mit ihren rund 144.000 Wohnungen sind in Deutschland nicht mehr viele Konzerne der Branche. Von den knapp 350 000 Wohnungen der Deutschen Annington befinden sich einschließlich der neu übernommenen Gagfah-Bestände rund 10.000 in Hannover und Umgebung. Gemessen am Gesamtmarkt kommt aber selbst der größte deutsche Wohnungskonzern nur auf einen Anteil von weniger als 2 Prozent.

Felix Frieler/dpa

01.06.2015
30.05.2015