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Wirtschaft Debatte über Spielraum für Lohnerhöhungen geht weiter
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18:48 26.12.2009
Baden-Württembergs IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann will jedoch trotz der Wirtschaftskrise im kommenden Jahr für höhere Löhne und Gehälter kämpfen.
Baden-Württembergs IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann will jedoch trotz der Wirtschaftskrise im kommenden Jahr für höhere Löhne und Gehälter kämpfen. Quelle: ddp (Archiv)
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Zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften gibt es Streit über den Spielraum für Lohnerhöhungen im neuen Jahr. Handwerkspräsident Otto Kentzler sagte am Sonnabend, die Krise sei „noch längst nicht überwunden“. Deshalb halte er es „für notwendig, dass auch die kommende Tarifrunde ganz im Zeichen der Beschäftigungssicherung stehen wird“.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, sagte: „Die verantwortungsbewussten Abschlüsse der Vergangenheit haben mit zum Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre beigetragen und helfen den Unternehmen jetzt in der Krise, an ihren Beschäftigten festzuhalten.“ Dies „sollte auch für die Zukunft ein gutes Beispiel sein“. Im Moment seien die Spielräume „angesichts der Krisenfolgen sicherlich gering“.

Baden-Württembergs IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann will jedoch trotz der Wirtschaftskrise im kommenden Jahr für höhere Löhne und Gehälter kämpfen. „Entgelterhöhungen wird es geben“, sagte Hofmann in einem ddp-Interview. Dies sei auch in der Krise, in der die Beschäftigungssicherung „eine ganz zentrale“ Rolle spiele, „kein Unthema“. Über konkrete Forderungen in dem traditionellen Pilotbezirk wolle er aber erst im März reden.

Kentzler sagte, bisher hätten die deutschen Sozialpartner in der Krise „ihr Verantwortungsbewusstsein für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und für die Beschäftigung unter Beweis gestellt“. So sei die momentan erfreulich stabile Lage am Arbeitsmarkt „neben den Erleichterungen bei der Kurzarbeit auch auf zahllose tarifvertragliche und betriebliche Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zurückzuführen“. Einen wichtigen Beitrag leisteten dabei „zahlreiche maßvolle und flexible Tarifabschlüsse“.

ddp

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