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Wirtschaft Das Netz des Porsche-Clans
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10:18 08.05.2009
Von Stefan Winter
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Sie verwalten ihr Vermögen in ungezählten Beteiligungsgesellschaften und Stiftungen, wobei die Machtverhältnisse stets genau ausgeklügelt sind. Bei gemeinsamen Engagements werden Beteiligungsverhältnisse ebenso ausgehandelt wie die Postenverteilung.

Das Netz hat zwei Knotenpunkte: In Salzburg residiert die Porsche Holding GmbH, Europas größter Autohändler. Die Österreicher verkaufen Autos des VW-Konzerns in aller Welt, die Geschäfte reichen von Frankreich über Osteuropa bis nach China. Völlig getrennt davon ist die Porsche Automobil Holding SE in Stuttgart, in der die Familien Autobeteiligungen bündeln. Der wichtigste Besitz der Porsche SE ist der Sportwagenhersteller, die Porsche AG. Außerdem gehört ihr die gut 50-prozentige Beteiligung an der Volkswagen AG. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking will Porsche SE und Volkswagen AG zu einem neuen Unternehmen fusionieren.

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Ferdinand Piëch will dagegen das operative Sportwagengeschäft an VW verkaufen. Die Porsche AG würde damit eine Tochtergesellschaft der weiterbestehenden Volkswagen AG. Bei VW wäre, wie gehabt, die Familienholding Porsche SE größter Aktionär. Wiedekings Modell bietet den Stuttgartern mehr Spielraum bei der Gestaltung des neuen Unternehmens und die Möglichkeit, ihre Schulden dort einzubringen. In Piëchs Plan würden die Schulden aus dem Kaufpreis für die Porsche AG getilgt, den VW zu zahlen hätte.