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Wirtschaft DIHK befürchtet Pleitewelle im Herbst
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10:10 28.06.2009
Quelle: Theo Heimann/afp

„Viele Gründungswillige treibt in der Krise nicht Pioniergeist an, sondern die Furcht vor Arbeitslosigkeit. Und viele gehen übereilt an den Start“, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der „Bild am Sonntag“. „Nach der Gründerwelle droht daher ab Herbst die nächste Pleitewelle.“

Vier von zehn arbeitslosen Gründern hätten keine klare Geschäftsidee. 60 Prozent könnten nicht erklären, warum man ausgerechnet ihr Produkt kaufen sollte. „So lassen sich Kunden nicht überzeugen, geschweige denn Kapitalgeber“, sagte Driftmann. Trotz der Wirtschaftskrise wollten sich viele Menschen selbstständig machen. Laut DIHK-Gründungsreport führten die Industrie- und Handelskammern im vergangenen Jahr mehr als 320.000 Gespräche zur Existenzgründung. Besonders seit Herbst nehme die Nachfrage deutlich zu.

Um Pleiten von Unternehmensgründern in Zukunft zu verhindern, fordert Driftmann ein Pflichtfach Wirtschaft an Schulen und Universitäten. „Bei der unternehmerischen Bildung sind wir Entwicklungsland. Wie kann ich eine gute Idee umsetzen? Was heißt es, als Chef für alle Entscheidungen gerade zu stehen? Hier müssen wir ansetzen! ’Wirtschaft’ gehört auf den Stundenplan - als eigenes Fach in der Schule und als Pflichtkurs an der Uni. Nur so schaffen wir in Deutschland eine Kultur der Selbstständigkeit.“ Mehr Staatsgeld helfe hier nicht weiter, sagte der DIHK-Präsident. In kaum einem anderen Land gebe es so viele Programme für Existenzgründer wie in Deutschland.

afp

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