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Wirtschaft Chinesen bekräftigen Übernahmeangebot von Opel
Mehr Welt Wirtschaft Chinesen bekräftigen Übernahmeangebot von Opel
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22:53 04.07.2009
Der chinesische Autobauer BAIC will offenbar bei der deutschen Traditionsmarke Opel einsteigen. Quelle: Michael Urban/ddp
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Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, warben die Chinesen in Briefen an mehrere Regierungsmitglieder eindringlich für ihre Offerte. Ihr Konzern würde Opel eine „ausgezeichnete Heimat“ bieten, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben des BAIC-Chefs Xu Heyi. Opel werde mit ihnen als Eigentümer zu einer globalen Marke. Wörtlich verspricht der chinesische Manager demnach: „Kein Opel-Werk in Deutschland wird geschlossen werden.“ Ein Abbau von Stellen, auch in der Zentrale, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Die Lage des Rüsselsheimer Autoherstellers sei „ernster, als wir es uns in unseren worst-case Szenarien vorgestellt haben“, heißt in dem Brief. Die Chinesen, die von der Deutschen Bank beraten werden, argumentieren gegenüber der Politik damit, dass ihr Konzept den deutschen Steuerzahler deutlich günstiger komme als dasjenige von Magna, mit dem sich die Bundesregierung schon grundsätzlich auf einen Einstieg geeinigt hatte.

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Laut der vorgelegten Offerte bringt BAIC 660 Millionen Euro Eigenkapital mit und beansprucht 2,64 Milliarden Euro Bürgschaft des deutschen Staates. Im Fall von Magna ist von 4,5 Milliarden Euro Staatsgarantien die Rede. Wie die „F.A.S.“ weiter berichtet, sieht das chinesische Konzept vor, dass BAIC 51 Prozent an der neuen Opel-Gesellschaft erwirbt, 49 Prozent verbleiben demnach bei der ehemalige Muttergesellschaft General Motors.

afp