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10:51 05.10.2009
Das Weihnachtsgeschäft bringt die chinesische Wirtschaft in Schwung.
Das Weihnachtsgeschäft bringt die chinesische Wirtschaft in Schwung. Quelle: ddp
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Drei Monate vor Weihnachten hat eine Flut von Bestellungen in Chinas Firmen zu einem massiven Mangel an Arbeitskräften geführt. Da wegen der Wirtschaftskrise zuvor sehr viele Arbeiter entlassen worden waren, könne das starkes Auftragsplus nun nicht mehr schnell genug aufgefangen werden, sagte Ren Xianfang, Analyst von IHS Global Insight in Peking. Zu Jahresanfang hatten rund 20 Millionen chinesische Wanderarbeiter wegen der Wirtschaftskrise ihren Job verloren, weil die Bestellungen aus Europa und den Vereinigten Staaten eingebrochen waren.

Nun steigen wie vor Weihnachten üblich die Bestellungen für Spielzeug, Unterhaltungselektronik oder Kleidung an und die Firmen suchen vergeblich nach den Arbeitern, die meist in ihre Heimat zurückgekehrt sind. „Die inneren Provinzen des Landes profitieren vom Konjunkturprogramm und von einer stärkeren lokalen Wirtschaft“, sagte Ben Simpfendorfer, Analyst der Royal Bank of Scotland in Hongkong. Es sei deshalb für viele Menschen aus dem Landesinneren weniger attraktiv, tausende Kilometer weit für die Arbeit zu reisen. Chinas Regierung hatte wegen der Krise ein großes Konjunkturprogramm aufgelegt.

In den Städten im Süden und Osten, wo China traditionell besonders viele Konsumgüter für die Industrieländer herstellt, ist der Arbeitskräftemangel besonders ausgeprägt. So versuchen etwa in der Stadt Wenzhou die Fabriken nach Behördenangaben bereits, die Arbeiter mit freien Mahlzeiten, klimatisieren Schlafsälen oder Sonderurlaub aus dem ganzen Land anzulocken.

afp

05.10.2009
Jens Heitmann 04.10.2009