Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Burger King kündigt Verträge deutscher Filialen
Mehr Welt Wirtschaft Burger King kündigt Verträge deutscher Filialen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:40 19.11.2014
Burger King kündigt 89 Verträge deutscher Filialen.
Burger King kündigt 89 Verträge deutscher Filialen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Anzeige
München

Die Verträge würden mit sofortiger Wirkung gekündigt, teilte Burger King Europe am Mittwoch in München mit. Die „Bild“-Zeitung hatte darüber berichtet. „Diese schwierige, jedoch notwendige Entscheidung wurde getroffen, nachdem sich die Yi-Ko wiederholt nicht an die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen für ihre 3000 Restaurant-Mitarbeiter gehalten hat“, hieß es in der Mitteilung. Zu Burger King gehören in Deutschland rund 700 Restaurants.

Nach dem Aus für den größten deutschen Lizenznehmer der Fastfood-Kette Burger King stehen die rund 3000 betroffenen Beschäftigten vor einer ungewissen Zukunft. „Das ist natürlich jetzt eine sehr schwierige Krise für dieses Unternehmen“, sagte Guido Zeitler, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir brauchen ganz schnell Klarheit, wie es mit den einzelnen Restaurants weitergeht, damit die Beschäftigten die Klarheit haben, bei wem sie morgen, übermorgen und überübermorgen noch arbeiten“, forderte Zeitler. Theoretisch sei es zwar denkbar, dass eine neue Burger-Kette gegründet werde - aber das sei nicht von heute auf morgen machbar. Zugleich liefen Kosten wie Pachten und Gehälter weiter.

Die NGG erwarte nun, dass Burger King den Beschäftigten zur Seite stehe. Es gebe seit gut eineinhalb Jahren massive Kritik an dem Franchise-Nehmer, sagte Zeitler. Dieser habe unter anderem versucht, tarifvertragliche Standards zu senken oder zu missachten. Kranke Arbeitnehmer hätten zudem ihr Geld teils gar nicht oder erst verspätet erhalten: „Wir haben sehr viele arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen mit der Yi-Ko Holding geführt.“

Burger King ist die weltweit zweitgrößte Fastfood-Kette hinter McDonald's. Das 60 Jahre alte Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 14 000 Restaurants und bedient täglich über elf Millionen Gäste in 100 Ländern. Fast alle Burger-King-Filialen werden von unabhängigen Lizenznehmern in einem sogenannten Franchise-System geführt. In Deutschland gehörten bisher rund 700 Restaurants mit insgesamt 25 000 Beschäftigten dazu. Im dritten Quartal erwirtschaftete das US-Unternehmen nur ein kleines Umsatzplus um 1,4 Prozent auf 279 Millionen Dollar (223 Mio Euro). Sonderkosten wegen der Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons sorgten zudem für einen Quartalsverlust von 23,5 Millionen Dollar, nach 68,2 Millionen Dollar Gewinn im Vorjahr.

dpa

19.11.2014
Wirtschaft Nokia stellt neues Tablet vor - One more thing …
Jens Heitmann 19.11.2014
Wirtschaft Spitzengespräch gescheitert - Keine Einigung im Bahn-Tarifkonflikt
19.11.2014