Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Bundesbank will Goldreserven aus Paris und New York heimholen
Mehr Welt Wirtschaft Bundesbank will Goldreserven aus Paris und New York heimholen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:31 16.01.2013
Von Dirk Schmaler
Schatz, wann kommst du heim? Goldbarren in der Bundesbank Frankfurt. Quelle: dpa
Hannover/Frankfurt

Das Problem aber ist: Das deutsche Gold kann niemand anfassen. Mehr als zwei Drittel der 3396 Tonnen lagern in Paris, New York und London – und kein Bundesbanker hat die nummerierten Barren in den vergangenen Jahrzehnten je inspizieren können. Das soll sich nun ändern. Deutschland will seine gesamten Goldreserven aus Paris und einen Teil des Bestandes in New York heimholen.

Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf ein neues Lagerungskonzept, das heute offiziell vorgestellt werden soll. Demnach sollen die 374 Tonnen Gold, die in Frankreich lagern, komplett nach Deutschland verlagert werden. Auch ein nicht näher bestimmter Teil der 1536 Tonnen aus New York soll abgezogen werden. Die Bundesbank lehnte gestern eine Stellungnahme ab und verweist auf die heutige Pressekonferenz zum Thema.

Über eine Verlagerung des Schatzes war schon im vergangenen Herbst debattiert worden. Der Bundesrechnungshof hatte damals gerügt, dass die Bundesbank im Krisenfall eventuell keinen Zugriff auf das Geld habe und eine regelmäßige Inventur der Bestände angemahnt. Mehrere Bundestagsabgeordnete zeigten sich beunruhigt, weil das Gold, das im Kalten Krieg ausgelagert wurde, um es vor dem Zugriff der Sowjetunion zu schützen, gemeinsam mit Währungsreserven anderer Länder aufbewahrt werde.

Darauf hatte die Bundesbank zunächst angekündigt, stichprobenartig jährlich 50 Tonnen Gold aus New York nach Deutschland zu bringen, um es zu prüfen. Bundesbank-Vorstand Carl Ludwig Thiele hatte damals auch erklärt, dass die Lagerung der 374 Tonnen bei der Banque de France heute nicht mehr sinnvoll sei. Schließlich bekäme Deutschland in Frankreich – anders als in London und New York – im Krisenfall keine Devisen, da beide Länder die gleiche Währung haben.

Wo die Barren aus Paris und New York künftig gelagert werden sollen, ist bislang unklar. Vieles spricht allerdings für die Tresore der Notenbank in Frankfurt, wo schon heute 1036 Tonnen liegen – knapp ein Drittel der Gesamtreserven.

Fest steht, dass der Transport sehr aufwendig und teuer werden wird. Allein die Sicherung der Transporte dürfte Millionen verschlingen. Auch die Lagerung in Frankfurt kostet die Bundesbank extra – weil die Notenbanken in Paris und New York die Barren kostenlos aufbewahren. Aber Gold haben sie dann ja genug.

Mit dem neuen Motorenwerk in Silao, Mexiko, hat Volkswagen weltweit den 100. Standort eröffnet. Mittlerweile sehen viele Mexikaner VW als ein Stück Heimat und bescheren dem Konzern satte Absatzzahlen.

Stefan Koch 18.01.2013

Es ist eine weitere Hiobsbotschaft für die Beschäftigten von Air Berlin: Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, will es bis Ende 2014 rund 900 Arbeitsplätze abbauen. Damit fiele fast jeder zehnte Arbeitsplatz weg.

15.01.2013

Im vergangenen Jahr ist die deutsche Wirtschaft um 0,7 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das ist deutlich weniger als der Zuwachs beim realen BIP ein Jahr zuvor. Dennoch steht Deutschland besser da als viele europäische Partner.

15.01.2013