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Wirtschaft Weidmann warnt vor langer Niedrigzinsphase
Mehr Welt Wirtschaft Weidmann warnt vor langer Niedrigzinsphase
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12:54 11.07.2013
Nach Meinung des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann, darf die Niedrigzinsphase nicht zu lange andauern. Quelle: dpa
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„Auch wenn sie derzeit geldpolitisch begründet sind, dürfen wir davor nicht die Augen verschließen: Sie verführen zum Beispiel dazu, Reformen und den notwendigen Strukturwandel, aufzuschieben. Finanzstabilitätsrisiken können sich aufbauen. Diese Nebenwirkungen nehmen mit der Dauer der Niedrigzinsphase zu.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte vor einer Woche auf niedrige Zinsen im Euro-Raum „für einen längeren Zeitraum“ eingestimmt und bekräftigte dieses Versprechen am Donnerstag. Weidmann will darin jedoch „keine historische Wende in der geldpolitischen Kommunikation“ sehen. Hinter den Äußerungen stehe vielmehr das Bestreben, „in Zeiten höherer Unsicherheit mehr geldpolitische Orientierung zu geben“.

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Die im Rahmen der Bankenunion von den europäischen Finanzministern geplanten Regeln zur Haftungsreihenfolge bei Bankenpleiten haben nach den Worten des obersten Bundesbankers noch einige Schwachstellen. Sie sähen zu viel Spielraum für Ausnahmefälle vor, kritisierte Weidmann. Außerdem halte er es für wichtig, die Regeln früher als geplant umzusetzen „nämlich schon bis zum Jahr 2015“. Darüber hinaus forderte Weidmann erneut Schritte, um die Abhängigkeiten zwischen maroden Bankbilanzen und Staatsfinanzen zu lösen. Es sei wichtig, dafür zu sorgen, „dass Banken scheitern können, ohne den Staat und damit den Steuerzahler zu belasten“.

dpa

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