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Wirtschaft Bahn schafft Gebühr für Reservierungen ab
Mehr Welt Wirtschaft Bahn schafft Gebühr für Reservierungen ab
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13:20 18.03.2015
Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse will die Deutsche Bahn mit einer großangelegten Offensive neue Kunden für sich gewinnen.
Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse will die Deutsche Bahn mit einer großangelegten Offensive neue Kunden für sich gewinnen. Quelle: Marius Becker
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Zudem sind eine Bahncard mit auf drei Monate verkürzter Laufzeit sowie bessere Mobilfunk- und Internetverbindungen in Zügen geplant.

Im ICE-Netz der Bahn sollen dem Konzept zufolge auf Hauptachsen künftig zwei Züge pro Stunde fahren. Fast alle deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern sollen demnach im Zweistundentakt in das allgemeine Fernverkehrsnetz eingebunden werden. Etwa fünf Millionen Menschen zusätzlich hätten damit Zugang zum Fernverkehrsangebot, das bis zum Jahr 2030 um rund ein Viertel ausgebaut werden solle. Insgesamt rechnet die Bahn bis dahin mit etwa 50 Millionen zusätzlichen Reisenden.

Für mehr Flexibilität soll dem Vorhaben zufolge unter anderem eine Bahncard für drei Monate sorgen. Die bisherigen kostenpflichtigen Jahreskarten für 25- oder 50-prozentige Rabatte sowie die Bahncard 100 als ständige Fahrkarte für das Gesamtnetz soll es demnach weiter geben.

Reservierungen sollen nach den Plänen auch in der zweiten Klasse wieder kostenlos werden. Angestrebt werde dort außerdem, das Mobilfunksignal zu verstärken sowie kostenloses mobiles Internet zur Verfügung zu stellen, wie es dies in der ersten Klasse bereits gibt.

Von den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern sollen laut Bahn insgesamt zehn neu an das Fernverkehrsnetz angebunden werden, darunter Mönchengladbach, Potsdam und Trier. Hinzu kommen 15 kleinere Städte. Verbesserungen solle es in 30 großen und zehn kleineren Städten geben.

Die Bahn erwartet zudem durch den Abschluss von Bauprojekten verkürzte Reisezeiten auf wichtigen Strecken. Zum Jahresende solle sich etwa die Fahrzeit zwischen Frankfurt am Main und Dresden um rund eine Stunde reduzieren, ab dem Jahr 2018 solle es weitere Beschleunigungen geben.

afp

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