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Wirtschaft Bahn-Vorstände offenbar in Datenaffäre schwer belastet
Mehr Welt Wirtschaft Bahn-Vorstände offenbar in Datenaffäre schwer belastet
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08:48 05.05.2009
Quelle: Johannes Eisele/afp
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Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" werfen ihnen hochrangige Mitarbeiter vor, in den Skandal verstrickt zu sein. Suckale und Bensel sollen als Personalvorstände der Herausgabe von Mitarbeiterdaten für heimliche Massenscreenings zugestimmt haben. Suckale sei zudem frühzeitig in die Kooperation der Bahn mit teils illegal operierenden Detekteien eingeweiht gewesen, erfuhr die "FTD" aus Konzernkreisen.

Wie die Zeitung berichtet, musste die Weitergabe von Mitarbeiterdaten an die Konzernrevision mit Bensel und später mit seiner Nachfolgerin Suckale abgestimmt werden. Auch beim Abgleich unter dem Codenamen "Eichhörnchen" soll Bensel der Datenverwendung zugestimmt haben. Die Aktion sah demnach vor, dass 2003 Führungskräfte der Bahn durch die Berliner Detektei Network gerastert wurden.

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Suckale war als Chefin der Rechtsabteilung dabei, als im damaligen "Lenkungskreis Compliance" die Zusammenarbeit mit Dienstleistern wie Network erörtert wurde, wie die "FTD" unter Berufung auf Bahn-interne Papieren schreibt. So sei am 5. Mai 2004 äußerste Diskretion im Umgang mit diesen Firmen empfohlen worden. In der Sitzung vom 1. März 2004, in der es nach Angaben des Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix auch um Network ging, war Suckale nach "FTD"-Informationen zumindest zeitweise anwesend.

Die Bahn-Spitze bestreitet, von der systematischen Überprüfung der Mitarbeiter gewusst zu haben. Der heutige Logistikvorstand Bensel war von 2002 bis 2005 Personalvorstand, darauf folgte Suckale - die zuvor die Rechtsabteilung leitete. Auch der ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hatte jede Beteiligung an Spähaktionen stets zurückgewiesen. Auf Druck der Regierung hatte er Ende März die Verantwortung für die Affäre übernommen und seinen Rücktritt angeboten.

afp