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Wirtschaft BASF hat Sparprogramm fest im Blick
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13:11 25.10.2012
Foto: Der Chemiekonzern BASF muss wegen höherer Steuern einen Gewinnrückgang beklagen.
Der Chemiekonzern BASF muss wegen höherer Steuern einen Gewinnrückgang beklagen. Quelle: dpa
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Ludwigshafen

Das florierende Geschäft mit Öl und Gas hält den Chemieriesen BASF auf Rekordkurs. Während die großen US-Konkurrenten wegen schlechter Geschäfte massiv Stellen abbauen, bestätigte BASF-Chef Kurt Bock am Donnerstag seine Prognose für ein erneutes Spitzenjahr. Der Manager setzt dabei vor allem auf die Erdölproduktion in Libyen und das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln. Ein geringeres Ergebnis erwartet er im klassischen Geschäft mit Chemikalien.

Unter dem Strich verdiente auch der Branchenprimus im dritten Quartal deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Grund waren laut dem Dax-Konzern höhere Steuern nach dem Wiederanfahren der Ölförderung in Libyen. Der Gewinn sank um ein Fünftel von 1,2 Milliarden auf 946 Millionen Euro. Die Zahl fiel dennoch deutlich besser aus als die der US-Konkurrenten Dow Chemical und DuPont, die diese Woche wegen Problemen in Asien und Europa Einschnitte angekündigt hatten.

„Hinter uns liegt ein weiteres Quartal, in dem sich die weltwirtschaftlichen Aussichten nicht verbessert haben“, sagte Bock in Ludwigshafen. Mit einer Belebung der Nachfrage im Chemiegeschäft sei dieses Jahr auch nicht mehr zu rechnen. Bock verwies auf die andauernde Schuldenkrise im Euroraum, die geringere Nachfrage in Asien und die steigenden Rohstoffkosten.

Die BASF habe deshalb ihr Sparprogramm fest im Blick, das ab Ende 2015 jährlich rund eine Milliarde Euro bringen soll. Zum Ausgleich des schwächeren Chemiegeschäfts setze der Konzern unter anderem auf einen Ausbau der Öl- und Gasproduktion in Norwegen. Dafür investiert die BASF 1,35 Milliarden US-Dollar (1,04 Milliarden Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereffekten stieg im Zeitraum Juli bis September um 5,4 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Gesunken ist wie bereits im ersten Halbjahr vor allem das Geschäft mit Chemieprodukten, besser lief es dagegen mit Öl und Gas sowie mit Pflanzenschutzmitteln. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 19 Milliarden Euro. Ende September beschäftigte der Konzern 113 452 Mitarbeiter, fast 1 750 mehr als ein Jahr zuvor.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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