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08:30 07.12.2012
Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft nimmt nochmals Kosten und Zeitplan für den künftigen Hauptstadt-Airport unter die Lupe. Quelle: dpa
Berlin

Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft nimmt am Freitag nochmals Kosten und Zeitplan für den künftigen Hauptstadt-Airport unter die Lupe. Vor kurzem war bekanntgeworden, dass über die berechneten Mehrausgaben von 1,2 Milliarden Euro hinaus möglicherweise bis zu 250 Millionen Euro extra anfallen könnten. Baufirmen verlangten für die schnelle Erledigung von Aufträgen mehr Geld. Dazu soll Technik-Geschäftsführer Horst Amann den Aufsichtsräten bei der Sitzung in Schönefeld Auskunft geben.

Die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg wurde dreimal verschoben, zuletzt auf den 27. Oktober 2013. Die Kosten explodierten von anfangs kalkulierten 2,0 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro.

Parallel zum Aufsichtsrat tagt in Berlin der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses, der das Debakel aufklären will. Dem Ausschussvorsitzenden Martin Delius (Piraten) zufolge weisen Dokumente darauf hin, dass die Planer schon vor 17 Jahren erhebliche Kostensteigerungen für möglich hielten. Dem Ausschuss liegen inzwischen 97 Aktenordner aus der Senatskanzlei vor. Die Abgeordneten wollen auch darüber sprechen, welche weiteren Zeugen geladen werden sollen, um mehr Licht in die Sache zu bringen.

Im Aufsichtsrat soll Flughafenchef Rainer Schwarz außerdem Bericht erstatten, wie der Winterbetrieb auf dem alten Flughafen Tegel angelaufen ist. Am Donnerstag gab es nach Schneefall Verspätungen bis zu 20 Minuten, aber keine Flugausfälle. Trotz der schwierigen Umstände wächst der Standort Berlin weiter kräftig: In Tegel und Schönefeld wurden von Januar bis November 23,5 Millionen Passagiere abgefertigt. Das sind 5,6 Prozent mehr als in dem Zeitraum des Vorjahres.

dpa

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