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14:49 26.01.2012
Nach der Schlecker-Pleite meldet auch Tochterunternehmen IhrPlatz Insolvenz an.
Nach der Schlecker-Pleite meldet auch Tochterunternehmen IhrPlatz Insolvenz an. Quelle: dpa
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Ehingen/Osnabrück

Die Schlecker-Tochter IhrPlatz folgt der Mutter in die Insolvenz. Das Osnabrücker Unternehmen habe beim Amtsgericht Ulm einen entsprechenden Antrag eingereicht, sagte ein Schlecker-Sprecher am Donnerstag. Betroffen seien rund 650 Filialen und 5800 Mitarbeiter. Die IhrPlatz-Beschäftigten wurden am Morgen informiert. Am Montag hatte Schlecker selbst Insolvenz angemeldet.

IhrPlatz und die Auslandsgeschäfte waren zunächst außen vor geblieben. Das Osnabrücker Unternehmen befinde sich in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu Schlecker, begründete der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Schritt. Die Tochter solle Teil der Restrukturierung werden, deren Ziel der Erhalt des Gesamtunternehmens sei. Dazu werde es in den kommenden Tagen auch Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft Verdi geben. Für die Auslandsgeschäfte wurde dagegen kein Insolvenzantrag gestellt.

Schlecker nahm am Donnerstag den sogenannten Regelbetrieb wieder auf, nachdem sich Geiwitz und das Management am Mittwoch mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, geeinigt hatten. Das gilt auch für IhrPlatz.

Schlecker hatte IhrPlatz Ende 2007 übernommen. Für das Osnabrücker Traditionsunternehmen ist es schon die zweite Insolvenz. Bereits im Mai 2005 war die Kette zum Amtsgericht gegangen, hatte sich danach aber in Eigenverwaltung saniert. Damals wurden knapp 2000 Mitarbeiter entlassen und 80 Läden geschlossen.

Insgesamt sind von der Schlecker-Insolvenz inklusive der IhrPlatz-Beschäftigten mehrere zehntausend Mitarbeiter betroffen. Zur Zahl der Filialen macht Schlecker nur zurückhaltende Angaben. Die 650 Märkte der niedersächsischen Tochter seien aber in den bislang angegebenen derzeit rund 7000 Filialen enthalten.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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