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Wirtschaft Apple und Yahoo trotzen Krise mit steigenden Gewinnen
Mehr Welt Wirtschaft Apple und Yahoo trotzen Krise mit steigenden Gewinnen
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11:45 22.07.2009
Das neues Multimedia-Handy iPhone 3Gs verkauft sich „phänomenal“. (Symbolbild)
Das neues Multimedia-Handy iPhone 3Gs verkauft sich „phänomenal“. (Symbolbild) Quelle: Justin Sullivan/afp
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Apple steigerte seinen Gewinn von April bis Juni um fast 15 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar (865 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um fast zwölf Prozent auf 8,33 Milliarden Dollar. „Wir machen die innovativsten Produkte, und unsere Kunden reagieren darauf“, erklärte Apple-Chef Steve Jobs. Das neue iPhone ist erst seit Anfang Juni zu haben; binnen drei Tagen verkaufte Apple bereits mehr als eine Million Exemplare davon. Insgesamt setzte Apple im letzten Quartal seines Geschäftsjahrs 5,2 Millionen Handys ab.

Das neue iPhone komme „phänomenal“ gut an, sagte Finanzchef Peter Oppenheimer. Die Nachfrage übersteige das Angebot - „aber wir arbeiten daran, das zu verbessern“. Verkauft wird das Internet-Handy bereits in 18 Ländern. Binnen eines Jahres will Apple damit auch auf den chinesischen Markt.

Auch die Verkäufe der Mac-Computer stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um vier Prozent auf 2,6 Millionen Stück, wie das Unternehmen mitteilte. Beim MP3-Player iPod dagegen gingen die Verkaufszahlen um sieben Prozent auf 10,2 Millionen Exemplare zurück. Apple rechne mit weiter rückläufigen Verkaufszahlen bei MP3-Playern, sagte Finanzchef Oppenheimer. Dafür werde sich das Geschäft mit dem iPod Touch, mit dem der Nutzer auch im Internet surfen kann, weiterhin gut entwickeln.

Yahoo verdiente im zweiten Quartal 141 Millionen Dollar (99 Millionen Euro). Das war ein Plus von knapp acht Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz des Internetportals sank zugleich jedoch um gut 15 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Yahoo-Chefin Carol Bartz äußerte sich in einer Telefonkonferenz mit Analysten dennoch zufrieden.

„Wir haben eine klare und einfache Strategie, um im Mittelpunkt des Onlinelebens unserer Nutzer zu stehen“, sagte Bartz. Yahoo hatte zuvor ein neues Design für sein Internetportal enthüllt, das es unter anderem erleichtern soll, Verbindungen zu anderen Diensten wie sozialen Netzwerken einzubinden. In den kommenden Monaten will Yahoo weiter in neue Produkte, Mitarbeiter und Vermarktung investieren. Das sei auch in der Krise gerechtfertigt, um nach deren Ende davon profitieren zu können.

Die Yahoo-Chefin äußerte sich nicht direkt zu den wieder aufflammenden Gerüchten über eine mögliche Partnerschaft mit dem Software-Riesen Microsoft. Sie lobte allerdings die neue Microsoft-Suchmaschine Bing, mit der der Konzern versucht, im Internet endlich besser Fuß zu fassen als bislang. „Bing ist an sich ein guten Produkt. Microsoft verdient Glückwünsche für Bing.“ Microsoft hatte im vergangenen Jahr versucht, Yahoo zu übernehmen und 47,5 Milliarden Dollar für das Internetportal geboten.

afp