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Wirtschaft Amazon-Beschäftigte streiken am „Black Friday“
Mehr Welt Wirtschaft Amazon-Beschäftigte streiken am „Black Friday“
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00:23 01.05.2018
Streikende Amazon-Beschäftigte vor dem Standort des Versandhändlers in Graben bei Augsburg (Bayern). Quelle: dpa
Rheinberg/Werne

An vier Standorten von Amazon haben Beschäftigte am Freitag die Arbeit niedergelegt. Das bestätigten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi. Die Aktion fand am Rabatt-Aktionstag „Black Friday“ statt, an dem der Versandhändler mit einem erhöhten Auftragsvolumen rechnet. Die Mitarbeiter streikten in Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen sowie in Graben bei Augsburg und Leipzig. Wie viele Beschäftigte sich beteiligten, wurde nicht bekannt.

Amazon verspricht trotzdem pünktliche Lieferung

„Die Beschäftigten nehmen nicht hin, dass Amazon grundsätzlich einen Tarifvertrag verweigert“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Wenn der Versandhändler seine Haltung nicht ändere, werde es im Weihnachtsgeschäft zu weiteren Streiks kommen.

Eine Amazon-Sprecherin sagte, dass die Kunden trotz der Arbeitsniederlegungen weiterhin mit einer pünktlichen Lieferung rechnen könnten. Das Unternehmen zahle mindesten 10,30 Euro Stundenlohn. Der US-Konzern lehnt Verhandlungen über einen Tarifvertrag ab. „Klar ist, Amazon und Verdi passen nicht zusammen“, so die Sprecherin.

Amazon verfügt in Deutschland über neun Logistikzentren und baut weiter aus. Verdi verlangt einen Tarifvertrag und organisiert deshalb seit 2013 immer wieder Streiks.

Von dpa/RND