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Wirtschaft Airbus-Umsatz steigt trotz Krise
Mehr Welt Wirtschaft Airbus-Umsatz steigt trotz Krise
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16:49 14.05.2010
Trotz Krise streicht der französische Flugzeugbauer Airbus Gewinne ein. Quelle: dpa
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Allerdings drückten ungünstige Wechselkurse und die Produktionsprobleme beim Super-Airbus A380 kräftig den Gewinn. Der Ertrag vor Zinsen, Steuern, Buchwertabschreibungen und Sondereffekte (EBIT) sank von 89 Millionen auf sieben Millionen. Das geht aus dem Quartalsbericht des Airbus-Mutterkonzerns EADS vom Freitag hervor.

Der Airbus-Auftragsbestand stieg im ersten Quartal von 339,7 auf 366,1 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Airbus trotz der Luftfahrtkrise weiter mit Aufträgen für 250 bis 300 Flugzeuge. Die Zahl der Auslieferungen soll in etwa auf dem Rekordniveau des Vorjahres von 498 Flugzeugen liegen. Für den Mutterkonzern EADS bedeutet das bei einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,40 Dollar je Euro einen stabilen Umsatz (2009: 42,8 Mrd Euro).

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Ein Sorgenkind bleibt die A380. Weil der Weg zur Serienfertigung schwieriger ist als geplant, hatte Airbus 2009 nur zehn Exemplare ausgeliefert, zwei weniger als 2008. Auch im ersten Quartal 2010 gingen nur drei A380 an die Kunden. EADS-Finanzchef Hans Peter Ring zeigte sich aber am Freitag optimistisch, dass im Gesamtjahr mehr als 20 A380 abgeliefert werden. Airbus bekomme die Produktionsprobleme zunehmend in den Griff, sagte Ring in einer Telefonkonferenz. Im Einsatz habe das Flugzeug seine Reife längst bewiesen. Weitere Rückstellungen für die A380 seien nicht geplant.

Die Zivilsparte von Airbus steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal von 5,47 auf 5,99 Milliarden Euro. Der Grund: Die Zahl der Auslieferungen stieg im Jahresvergleich von 116 auf 122 Maschinen. Wegen der hohen Nachfrage nach den Langstreckenflugzeugen A330 und A350, die 80 Prozent der Aufträge ausmachten, schwoll das Orderbuch um 20 Milliarden auf 346,2 Milliarden Euro an, obwohl die Stückzahl von 3488 auf 3426 Maschinen sank. Noch vor dem Jungfernflug der A350 liegen bereits Bestellungen für 530 Maschinen vor.

Anders als im Vorjahr wurden keine Airbus-Aufträge storniert. Doch der Dollarkurs verhagelte im Zivilgeschäft die Gewinne. Das EBIT stürzte von 205 auf sechs Millionen Euro, weil die Wechselkurse mit minus 400 Millionen Euro zu Buche schlugen.

Das Militärgeschäft sah im ersten Quartal Höhen und Tiefen. Der Umsatz von Airbus Military sank zwar von 456 auf 384 Millionen Euro und es gab keine Neubestellungen. Allerdings wurde ein positiver EBIT von einer Million Euro ausgewiesen, weil das Flugtankergeschäft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten hochlief. Ein Jahr zuvor waren wegen der Rückstellungen für den Militärtransporter A400M noch 116 Millionen Euro EBIT-Verlust geschrieben worden.

Die neue A400M trug weder zum Umsatz noch zum Ertrag bei. Doch mit dem Erstflug der zweiten Maschine kommt das Erprobungsprogramm in Fahrt. Airbus strebe für die A400M „so schnell wie möglich“ einen neuen Vertrag mit den Kunden an, sagte Ring. Er erwartete ein Ergebnis für Ende Juni oder Mitte Juli. Die Kundenstaaten des europäischen Flugzeugs sind sich weiter über Details der Finanzierung der 3,5 Milliarden Euro uneins, die sie zu den Mehrkosten von mehr als fünf Milliarden Euro beitragen. Der Militärtransporter hat sich um Jahre verzögert, Kosten und Zeitplan liefen aus dem Ruder.

dpa

Stefan Winter 14.05.2010
14.05.2010