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Wirtschaft Air Berlin droht Streik in der Ferienzeit
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17:40 17.06.2009
Passagiere des Billigfliegers Air Berlin müssen sich auf Streiks in der Ferienzeit einstellen. Quelle: Michael Kappeler/ddp

Dies teilte die Gewerkschaft Verdi in Berlin mit. Air Berlin zeigte sich jedoch zuversichtlich, bei einer Fortsetzung der Gespräche mit Verdi am Freitag zu Ergebnissen zu kommen.

LTU gehört seit 2007 zur Air Berlin. Als eigenständige Marke existiert der traditionsreiche Ferienflieger jedoch heute nicht mehr. Die LTU-Flugzeuge wurden umlackiert, Air Berlin wickelt seine Langstreckenflüge aber nach wie vor überwiegend mit Personal der LTU ab.

Das Ergebnis der Urabstimmung sei "eindeutig", erklärte ein Verdi-Sprecher. "Ein Streik ist damit jederzeit möglich", teilte Verdi mit. Eine "unmittelbare Entscheidung" über Arbeitsniederlegungen sei jedoch noch nicht gefallen.

Kernpunkt der Auseinandersetzung zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft ist die künftige Gestaltung der Einkommen der LTU-Beschäftigten unter dem Dach von Air Berlin. Daneben geht es um den Fortbestand bisheriger Regelungen zur Altersversorgung und zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2010. Bei der LTU sind rund 1500 Flugbegleiter beschäftigt. Insgesamt hat Air Berlin rund 8100 Mitarbeiter.

Wie Verdi mitteilte, hat Air Berlin zwar bereits ein Eckpunkte-Papier zur künftigen Gestaltung der Gehälter der LTU-Mitarbeiter unterzeichnet, in dem es unter anderem um eine Verlängerung bisheriger Gehaltsstrukturen über 2012 hinaus geht. Dabei handle es sich jedoch lediglich um einen "ersten Schritt in die richtige Richtung", erklärte Verdi. Von einer Einigung im Tarifstreit seien die Streitparteien aber "noch weit entfernt".

Ein weiterer Aspekt der Auseinandersetzung ist laut Verdi eine Einigung auf eine Lohnerhöhung. Verdi fordert ein Plus von sechs Prozent. Die Arbeitgeber hatten bisher 3,6 Prozent angeboten.

Eine Air-Berlin-Sprecherin bezeichnete indes die Unterzeichung des Eckpunkte-Papiers zur künftigen Gestaltung der Löhne der LTU-Beschäftigten als "wichtiges Signal" auf dem Weg zu einer Einigung mit Verdi. Damit sei der Gewerkschaft Entgegenkommen signalisiert worden. "Wir sind deshalb zuversichtlich und wollen die Verhandlungen am Freitag konstruktiv weiterführen", sagte die Sprecherin.

afp

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