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Wirtschaft A400M drückt Gewinn von Airbus-Mutter EADS
Mehr Welt Wirtschaft A400M drückt Gewinn von Airbus-Mutter EADS
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14:38 12.05.2009
Das um Jahre verzögerte europäische Militärflugzeug A400M (Foto: Airbus-Simulation) hat den Gewinn der Airbus-Mutter EADS deutlich gedrückt. Quelle: airbus/afp
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Unter dem Strich verdiente der Konzern nach eigenen Angaben nur noch 170 Millionen Euro, 40 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 14 Prozent auf 8,46 Milliarden Euro.

Das A400M-Programm bleibe "eine der größten Sorgen" des Konzerns, erklärte EADS-Chef Louis Gallois. "Wir müssen auf technischer und wirtschaftlicher Ebene gemeinsame Lösungen finden, um die Risiken ausgewogen mit unseren Kunden zu teilen." Die Transportmaschine drohe auch in den kommenden Monaten eine "wesentliche Last" für das Unternehmen zu sein.

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Für das um Jahre verzögerte europäische Militärflugzeug gibt es noch immer keinen Erstflugtermin. Das Problem sind vor allem die Triebwerke, die von einem europäischen Gemeinschaftsunternehmen gefertigt werden. Dem Konsortium gehören der deutsche Motorenbauer MTU, die französische Safran-Tochter Snecma, die britische Rolls Royce und die spanische Firma ITP an.

Frankreich hatte sich unlängst dafür ausgesprochen, das 20 Milliarden teure und vom Scheitern bedrohte Projekt fortzusetzen. Allerdings schließt die französische Regierung als zweitgrößter Kunde nicht aus, wegen der massiven Verzögerung beim Bau der A400M einen Teil ihrer 50 Bestellungen zu stornieren. Größter Kunde der A400M ist Deutschland mit 60 Flugzeugen.

afp