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Wirtschaft 92.000 Hühner sterben wegen der Vogelgrippe
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15:21 24.11.2016
In Niedersachsen müssen 92.000 Hühner wegen der Vogelgrippe getötet werden. Quelle: Carsten Rehder
Hannover/Barßel

Nach dem Nachweis des hochansteckenden Vogelgrippe-Erregers H5N8 in einem Mastbetrieb im niedersächsischen Barßel sind sämtliche 16.000 Puten getötet worden. Der Betrieb wurde geräumt, wie die Sprecherin des Landkreises Cloppenburg, Sabine Uchtmann, am Donnerstag mitteilte. Zudem wurde die Keulung von 92.000 Hühnern von zwei benachbarten Geflügelbetrieben angeordnet. Die Vorbereitung zur Tötung der Tiere habe begonnen, sagte Landkreissprecher Frank Beumker.

Das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N8 war am Mittwoch in dem Mastbetrieb in Barßel nachgewiesen worden. Die Infektion ist der erste bestätigte Verdacht auf Geflügelpest in einem niedersächsischen Nutzgeflügelbestand seit der aktuellen Verbreitung der Vogelgrippe. Zuvor waren Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt betroffen. Seit Anfang November häufen sich in Deutschland bestätigte H5N8-Fälle. Infizierte Wildvögel wurden in zwölf Bundesländern entdeckt.

Vogelgrippe verlangt besondere Auflagen

Im Landkreis Cloppenburg gelten nun besondere Auflagen. In einem Radius von mindestens drei Kilometern um den betroffenen Betrieb wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Das rundherum liegende Gebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern gilt als Beobachtungsgebiet.

„Im Sperrbezirk befinden sich 75 Geflügel haltende Betriebe mit insgesamt rund 270.000 Tieren. Im Beobachtungsgebiet sind 134 Betriebe mit rund 885.000 Tieren betroffen“, sagte Uchtmann. In den Unternehmen gebe es nun klinische Untersuchungen und Probenentnahmen.

Betriebe dürfen keine Tiere aufnehmen

In beiden Gebieten gelten besondere Auflagen für Tierhalter. Sie dürfen Vögel und Säugetiere nicht aus ihren Betrieben wegbringen oder neue Tiere hinzunehmen. Auch Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie tierische Nebenprodukte wie Mist und Gülle müssen im jeweiligen Unternehmen bleiben.

Die Ursache für den Ausbruch in der Gemeinde Barßel ist weiter unklar. „Es gibt keine Hinweise darauf, wie das Virus in den Stall gekommen ist“, sagte Beumker. Zum wirtschaftlichen Schaden konnte er keine Angaben machen.

Von RND/dpa