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Wirtschaft Stürzte die Boeing ab, weil sie zu schnell war?
Mehr Welt Wirtschaft Stürzte die Boeing ab, weil sie zu schnell war?
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13:33 25.03.2019
Eine Boeing 737 Max 8 auf dem Werksgelände des Flugzeugherstellers: neue Theorie für den Absturz. Quelle: Ted S. Warren/AP/dpa
Seattle

Noch laufen die Untersuchungen, was der Grund war für den Absturz zweier hochmoderner Boeing-Flugzeuge vom Typ 737 Max 8 vor der indonesischen Hauptstadt Jakarta und in Äthiopien.

Eine Sache scheint bereits klar: Ein Sensor, der den Anstellwinkel des Flugzeugs misst, sendete fehlerhafte Daten an den Bordcomputer. Der aktivierte dann eine automatische Steuerungssoftware, die eigentlich dazu dienen sollte, die Maschine aus gefährlichen Situationen wieder hinauszumanövrieren.

Das inzwischen hoch umstrittene Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS)war von den Boeing-Ingenieuren entwickelt worden, um den starken Auftrieb, der durch die extrem großen Triebwerke der 737-Max-Jets produziert wird, automatisch zu korrigieren.

Sorgte ein „Blowback“ für den Absturz?

Bei den Unfall-Maschinen allerdings drückte das System die Maschinen offenbar so weit nach unten, dass sie sich durch die Piloten nicht mehr hochziehen ließen. So lautete bislang die Erklärung für den Crash der beiden Maschinen mit mehreren 100 Todesopfern.

Jetzt aber glauben Luftfahrt-Experten aus den USA, noch einen weiteren Grund entdeckt zu haben. „Blowback“ heißt ihre Theorie. Dahinter verbirgt sich das Phänomen, dass sich Maschinen mit zu hoher Geschwindigkeit in zu geringer Höhe nicht mehr richtig steuern lassen. Grund: Die Motoren der Höhenleitwerke kommen ab einem gewissen Punkt gegen den Druck der Luftmassen nicht mehr an.

Die Fragen an Boeing werden immer lauter

Björn Fehrm, Autor der US-Luftfahrtwebseite Leeham News und ehemaliger schwedischer Kampfpilot, glaubt, dass die Maschinen wegen dieses Effektes abgestürzt sein könnten. In Deutschland hatte zuerst der Spiegel über die Theorie berichtet.

Laut Aussage des Experten würden Piloten in kritischen Situationen fast schon standardmäßig die Geschwindigkeit erhöhen, um einen Strömungsabriss zu vermeiden. Im Fall der beiden Boeing-Flugzeuge wäre das aber die genau falsche Strategie gewesen –und hätte direkt in den Untergang geführt. Das Unglück hätte demnach verhindert werden können, wenn Boeing die Piloten besser geschult hätte.

Die Vorwürfe gegen den Flugzeugbauer, sie werden immer lauter.

Lesen Sie auch den Kommentar: Kein Vertrauen in Boeing

Von ani/RND

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