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Wirtschaft 5,9 Millionen Euro – Daimler-Chef Zetsche verdiente 2018 weniger als zuvor
Mehr Welt Wirtschaft 5,9 Millionen Euro – Daimler-Chef Zetsche verdiente 2018 weniger als zuvor
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13:16 15.02.2019
Der Gewinneinbruch bei Daimler schlägt sich auch im Verdienst von Dieter Zetsche nieder. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Stuttgart

Der Gewinneinbruch beim Autobauer Daimler schlägt sich im Verdienst des scheidenden Konzernchefs Dieter Zetsche nieder. Er erhielt für das Jahr 2018 gut 5,9 Millionen Euro nach 8,6 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie aus dem am Freitag in Stuttgart veröffentlichten Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht. 2016 hatte Zetsche 7,6 Millionen Euro verdient, im Jahr davor 9,7 Millionen. Der gesamte Vorstand erhielt im vergangenen Jahr Bezüge in Höhe von 23,2 Millionen Euro. 2017 waren es 33,3 Millionen Euro.

Zetsche, der im Mai nach 13 Jahren an der Spitze des Daimler-Vorstands bei der Hauptversammlung in Berlin ausscheidet, hatte bei der Bilanzpressekonferenz einen drastischen Gewinneinbruch bekanntgegeben.

2018 ging das Ergebnis des Autobauers unterm Strich um 29 Prozent auf 7,25 Milliarden Euro zurück. Hintergrund war ein schwaches Autogeschäft. Die Profitabilität der wichtigen Pkw-Sparte hatte im vergangenen Jahr auch unter dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Auslieferungsstopps bei einzelnen Dieselmodellen gelitten.

CO2-Werte bei Daimler spürbar angestiegen

Auch in Sachen Klimabilanz kann Daimler keine positiven Nachrichten vorlegen – die Vorliebe der Kunden für große Autos und die neuen Abgasvorschriften hinterlassen ihre Spuren. Der sogenannte CO2-Flottenwert der Mercedes-Benz-Fahrzeuge stieg im vergangenen Jahr spürbar an, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Der Wert gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) sämtliche in einem Jahr verkauften Neuwagen im Durchschnitt ausstoßen. 132 Gramm CO2 waren es 2018 pro Kilometer. Rechnet man die Vans noch hinzu, kommt man auf 134 Gramm. Mercedes liegt damit aber immer noch unter den derzeit für die Marke geltenden Grenzwerten.

Im Durchschnitt aller Hersteller liegt dieser Grenzwert bei 130, er wird aber für jeden individuell festgelegt. Wer hauptsächlich größere Fahrzeuge baut - so wie Daimler -, darf auch darüber liegen. Für Mercedes-Benz sind es aktuell 138 oder, wenn man die Vans mit berechnet, 139 Gramm.

Daimler: Höhere Werte liegen an neuen Abgastests

Für das Jahr 2017 hatte Daimler 125 beziehungsweise 128 Gramm CO2 pro Kilometer für seine Mercedes-Neuwagenflotte ausgewiesen. Dass die Werte jetzt so deutlich nach oben gingen, liege insbesondere an dem neuen Abgastestverfahren WLTP, betonte Daimler. Die Werte würden zwar weiterhin in die alte NEFZ-Norm umgerechnet. Da der WLTP-Test aber deutlich strenger sei, fielen die umgerechneten Werte höher aus, als wenn direkt nach NEFZ getestet worden wäre, hieß es.

Dass die Kunden vermehrt große SUVs und Allradfahrzeuge kauften und zudem lieber Benziner als Diesel, deren CO2-Bilanz im Vergleich besser ist, trage ebenfalls zu dem Anstieg der Werte bei. Für 2019 rechnet Daimler mit einem geringfügig, für 2020 dann mit einem deutlich sinkenden CO2-Flottenwert - vor allem, weil dann die Produktion reiner Elektroautos angelaufen sein soll. Bis 2021 wird der allgemeine Grenzwert dann auf 95 Gramm abgesenkt. Für Daimler dürfte er nach Angaben des Konzerns wohl bei etwa 105 Gramm liegen – wird er überschritten, sind Strafzahlungen fällig.

Von RND/dpa

Die Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Freitag dürften nicht die letzten gewesen sein: Verdi droht mit einer weiteren Arbeitsniederlegung bei den Verkehrsbetrieben. Die Gewerkschaft fordert bessere Bezahlung für die 14.000 BVG-Beschäftigten. Im Bundesvergleich liege der Tarif an vorletzter Stelle.

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