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Wirtschaft 2012 gab es rund 2,9 Millionen Arbeitslose in Deutschland
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10:39 03.01.2013
In Deutschland gab es zum Jahresende 2012 rund 2,84 Millionen Arbeitslose. Quelle: dpa
Nürnberg

Im Vergleich zum Vorjahr ging der Zahl der Arbeitslosen damit um 79.000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank auf Jahressicht um 0,3 Punkte auf 6,8 Prozent. Der deutsche Arbeitsmarkt habe auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2012 robust reagiert, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise. "Spuren der langsameren konjunkturellen Gangart sind jedoch erkennbar", fügte er hinzu.

So stieg im Dezember die Zahl der Arbeitslosen im Zuge der sich abschwächenden Konjunktur erwartungsgemäß. Insgesamt waren im Schlussmonat 2012 hierzulande 2,84 Millionen Menschen ohne Job und damit 88.000 mehr als im November. Die Arbeitslosenquote für Dezember legte den Angaben zufolge auf Monatssicht um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent zu.

In Niedersachsen ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im vergangenen Jahr gesunken. Allerdings kühlte sich die Lage im Dezember wieder merklich ab. Die Arbeitslosenquote sank im Gesamtjahr 2012 von 6,9 Prozent (2011) auf nun 6,6 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Hannover mit.

Die Zahl der Erwerbslosen stieg im Dezember saisonal bedingt um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 261.124 Menschen. "Mit dem Dezember endet ein Jahr, in dem sich der Arbeitsmarkt in Niedersachsen trotz gedämpfter Konjunkturerwartungen einmal mehr als robust erwiesen hat", sagte der Leiter der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Klaus Stietenroth.

Die Arbeitslosenzahlen entsprechen damit nahezu exakt den Einschätzungen, die Experten aus der Wirtschaft in einer dpa-Umfrage zuvor gegeben hatten. Die Volkswirte deutscher Großbanken gingen zum Jahresende von 2,841 Millionen arbeitslosen Männern und Frauen aus; rund 90.000 mehr als im November.

Inzwischen hinterlasse die schwächelnde Konjunktur immer deutlichere Spuren auf dem Arbeitsmarkt. „In den Zahlen spiegelt sich wieder, dass die Unternehmen im Moment mit der Einstellung neuer Mitarbeiter erst einmal abwarten“, meint etwa Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld. Ebenso wie Deutsche Bank-Volkswirt Heiko Peters rechnen die meisten seiner Kollegen mit einem schwachen Winterhalbjahr auf dem Arbeitsmarkt.

Für Allianz-Volkswirt Rolf Schneider hat im Dezember auch der früh einsetzende Winter in weiten Teilen Deutschlands den Arbeitsmarkt belastet. Frost und Schnee lähmten vor allem die Arbeit in Gärtnereien, im Landschaftsbau und anderen Außenberufen.

Die meisten Experten halten den Arbeitsmarkt aber dennoch für robust. Nach Beobachtung von Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut zögerten viele Unternehmer mit einem Arbeitsplatzabbau und versuchten, Auftragslücken mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten abzufedern.

„Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zwar stark gesunken, auf die Arbeitslosenzahlen hat das aber noch nicht richtig durchgeschlagen“, gibt Henzel zu bedenken. Der aktuell leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen hänge auch damit zusammen, dass weniger Jobsucher Aus- und Fortbildungen absolvierten. Wer sich auf BA-Kosten weiterbildet, gilt in dieser Zeit nicht als erwerbslos.

dapd/dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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