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Wirtschaft 10.000 Citroën und Peugeot müssen in deutsche Werkstätten zurück
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10:20 02.02.2010
4384 Peugeots des Typs 107 sind in Deutschland von dem Rückruf betroffen. Quelle: dpa
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Von der Rückrufaktion von PSA Peugeot Citroën wegen klemmender Gaspedale sind in Deutschland rund 10 000 Autos betroffen. Der französische Konzern ist durch Kooperation in die gigantische Rückrufaktion des Autoriesen Toyota verstrickt. Denn die Autos haben dieselben Probleme mit dem Gaspedal wie der baugleiche Toyota Aygo und stammen aus demselben Werk in Tschechien. Toyota ruft weltweit Millionen Autos in die Werkstätten wegen der Gefahr klemmender Gaspedale.

Bei den Franzosen handelt es sich zum einen um den Citroën C1, und zwar ausschließlich um Benziner, die mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet sind, sagte ein Sprecher von Citroën Deutschland am Montag in Köln. Das seien 5568 Stück, und damit weniger als zehn Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge dieses Typs. Zurückgerufen werden außerdem 4384 Peugeots des Typs Peugeot 107, wie ein Unternehmenssprecher in Saarbrücken sagte.

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PSA Peugeot Citroën hatte zuvor in Paris bekanntgegeben, dass europaweit 97 000 Kleinwagen der Typen Peugeot 107 und Citroën C1 in die Werkstätten zurückgerufen werden. Die meisten seien auf den großen Automärkten wie Deutschland, Großbritannien oder Italien verkauft worden.

Der japanische Autobauer Toyota ruft wegen der Gefahr klemmender Gaspedale in Europa insgesamt 1,8 Millionen Fahrzeuge der Modelle AYGO, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4 zurück. Konkrete Zahlen für Deutschland lagen zunächst nicht vor. Toyota wollte im Laufe des Tages weitere Einzelheiten mitteilen. Unterdessen hat sich Toyota-Präsident Akio Toyoda bei den Kunden seines Unternehmens für den Rückruf von Millionen fehlerhafter Autos weltweit entschuldigt.

In der vergangenen Woche hatte Toyota bereits einräumen müssen, dass in 2,3 Millionen amerikanischen Autos Gaspedale in der durchgetretenen Stellung festhängen bleiben können. Daraufhin wurde der Verkauf der betroffenen Modelle in den USA gestoppt.

Die Halter betroffener Fahrzeuge in Deutschland bekommen in den nächsten Tagen einen Brief des Kraftfahrtbundesamtes, in dem sie über den Rückruf informiert und gebeten würden, eine Toyota-Werkstatt aufzusuchen. Dort werde das Gaspedal repariert oder ausgetauscht, hieß es.

dpa

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