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09:00 17.03.2018
Burkhard Sonntag ist Facharzt für Allgemein- und Palliativmedizin und arbeitet in einer Klinik für geriatrische Rehabilitation in Baden-Württemberg. Quelle: Montage: RND/dpa, privat
Hannover

Früher war es so einfach: Der Arzt entschied, was gut ist, und der Patient hatte zu folgen. Heute hingegen erwarten die Patienten, dass man ihnen zuhört. In der Tat sollten wir mehr miteinander reden, auch wenn es Zeit kostet – unsere wertvollste Ressource.

Patient und Arzt sollten auf einer Wellenlänge sein

Rund 13.000 Fremdwörter umfasst das Vokabular eines durchschnittlich gebildeten Arztes. Aber wenn ich meinen Patienten verstehen will, muss ich mich auf seine Wellenlänge einstellen. Ich muss reflektieren, wie ich auf mein Gegenüber wirke: Welche Signale gebe ich allein durch Körpersprache, Kleidung und Einrichtung des Sprechzimmers? Ich muss zuhören: Was hat mein Patient wirklich auf dem Herzen? Waren die Halsschmerzen nur ein „Türöffner“, weil er unsicher war, ob er es wagen sollte, mit mir über seine Depressionen zu sprechen? Ich kann als Arzt auch mal fragen, was der Patient selbst für Ideen zur Ursache seiner Beschwerden hat.

Patienten wollen ernst genommen werden

Eigentlich ist es gar nicht so schwer: Unsere Patienten wollen verstehen, was mit ihnen nicht in Ordnung ist. Sie wollen von uns eine realistische Einschätzung ihrer Lage, sie wollen ernst genommen und unterstützt werden. Gemeinsam müssten wir dann einen Handlungsplan entwerfen. Meine Aufgabe ist es, diesen Plan so zu verpacken, dass der Patient ihn nicht nur versteht, sondern auch akzeptiert. Idealerweise legen wir an dieser Stelle gemeinsame Behandlungsziele fest. Nur in den seltensten Fällen kann nach dem ersten Gespräch eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Beide Seiten müssen stets ein Stück Unsicherheit akzeptieren. Die Kunst für mich als Arzt besteht darin, vorauszuschauen, welche unvorhergesehenen Ereignisse eintreten können, und dem Patienten entsprechende Handlungsanweisungen mitzugeben.

Von Burkhard Sonntag/RND

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