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Welt Wenn Trump telefoniert, hört China mit
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10:51 25.10.2018
Das gute alte Festnetz-Telefon im Oval Office ist sicherer als jedes Smartphone. Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa
Washington

Abhören unter Freunden – „das geht gar nicht“. So reagierte Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf, dass die USA unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama vermutlich Zugriff auf ihr Smartphone hatten. Abhören unter Feinden wiederum ist gängige Praxis. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge macht es US-Präsident Donald Trump chinesischen und russischen Geheimdiensten besonders leicht. Denn er nutze gegen den Rat seiner Mitarbeiter weiterhin ein privates iPhone, statt auf sichere Festnetztelefone zu vertrauen.

Berater des Präsidenten sagten der Zeitung, dass sie nur hoffen könnten, dass Trump mit den Handy keine geheimen Informationen verbreite. Bekanntermaßen lassen sich Anrufe von Mobiltelefonen für Geheimdienste besonders leicht abhören. Schon die Information, mit dem der Präsident wann und wie lange spricht, kann für China und Russland aber schon wertvoll sein.

So funktioniert Chinas Strategie

China verfolgt dabei der „New York Times“ zufolge eine subtile Strategie. So will das Land zunächst Freunde von Freunden Trumps beeinflussen, damit bestimmte Ansichten auf Umwegen beim Präsidenten landen. Wobei Trumps Freundesfreunde offenbar noch gar nichts davon wissen, dass sie das Ziel von chinesischen Geheimdiensten sind. Auf diesem Weg soll China auch dafür werben, dass sich Trump möglichst oft mit Präsident Xi Jinping trifft. Angesichts von Handelsstreit und Atom-Drohungen aus Washington können diese Kontakte durchaus wertvoll sein.

Offenbar nutzt Trump drei verschiedene Apple-Geräte – zwei seien vom amerikanischen Geheimdienst gesichert, eins sei „wie hunderte Millionen anderer Apple-Geräte“, heißt es in dem Bericht, also völlig ungesichert.

Trumps Berater hoffen auf dessen Unkenntnis

Trumps fehlende Vorsicht ist umso erstaunlicher angesichts des schmutzigen Wahlkampfes, den er gegen Hillary Clinton geführt hat. Eines seiner Hauptargumente gegen die demokratische Kandidatin war, dass sie als Außenministerin auch ihren privaten E-Mail-Account für dienstliche Angelegenheiten genutzt hat. Auch gab es Berichte über einen chinesischen Hacker-Angriff auf Clinton.

Trumps Vorgänger Barack Obama hielt sich an die Sicherheitsvorgaben. Zwar nutzte er ein Smartphone, das war aber speziell präpariert. So waren viele Funktionen deaktiviert, etwa die Kamera, SMS-Dienste und die Kontaktliste.

Der „New York Times“ gegenüber äußerten Trumps Mitarbeiter immerhin eine Hoffnung: Da er sich in der Regel nicht besonders tief in die Themen einarbeite, könne er auch nicht viele Geheimnisse am Telefon preisgeben.

Von pach/RND

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