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Welt Vorher-Nachher: Brand in Kalifornien zerstört ganze Ortschaft
Mehr Welt Vorher-Nachher: Brand in Kalifornien zerstört ganze Ortschaft
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13:34 13.11.2018
Das Feuer bei Paradise in Kalifornien hat Großteile der Landschaft verwüstet. Quelle: NASA/AP
Los Angeles/San Francisco

Nach der Flammenwut der vergangenen Tage gibt es im US-Westküstenstaat Kalifornien kein Aufatmen. Weiterhin gelten sowohl das „Camp“-Feuer bei Paradise im Norden des Bundesstaats als auch das „Woolsey“-Feuer nahe Malibu im Süden als nur zu einem kleinen Teil eingedämmt.

Einsatzkräfte gingen davon aus, dass starke Winde und die knochentrockene Landschaft, in die sich die Feuer zunehmend fressen, die Lage verschärfen dürften, berichtete die „Los Angeles Times“ am Montagabend (Ortszeit).

Die leicht entflammbare Vegetation, fehlender Niederschlag und eine geringe Luftfeuchtigkeit seien die „perfekten Zutaten für ein explosives dynamisches Brandwachstum“, sagte Chris Anthony von der kalifornischen Brandschutzbehörde der Zeitung. Die Kalifornier sollten sich auf eine „lange und potenziell tödliche“ Feuersaison einstellen. Es werde schlimmer, als es sich die Bevölkerung jemals habe vorstellen können.

 So viele Opfer wie noch nie

Nach dem Fund weiterer 13 Leichen im nordkalifornischen Butte County ist die Zahl der Todesopfer durch einen Brand auf eine nicht da gewesene Höhe gestiegen. Das „Camp“-Feuer rund um den Ort Paradise nördlich von Sacramento forderte damit bislang 42 Tote, wie der Sheriff des Butte County, Kory Honea, am Montagabend (Ortszeit) mitteilte. Nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen sind bei einem Feuer in Kalifornien mehr Menschen ums Leben gekommen.

Die Brände, die vorigen Donnerstag im Norden und im Süden des Staates ausgebrochen waren, haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald verkohlt und Tausende Häuser zerstört. Hunderttausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Paradise ist eine qualmende Ruine

In den vergangenen Tagen waren mehrere Tausend Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Das „Camp“-Feuer als größter der Brände war am Montagabend nur zu 30 Prozent eingedämmt. Von dem kleinen Ort Paradise hatte das Feuer nicht viel mehr als qualmende Ruinen übrig gelassen. Mehr als 6450 Wohnhäuser fielen dort den Flammen zum Opfer, rund 15 000 Gebäude sind weiter vom Feuer bedroht.

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Von RND/ka/dpa