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Welt Tunesischer Retter darf in Frankreich bleiben
Mehr Welt Tunesischer Retter darf in Frankreich bleiben
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11:31 05.06.2018
Migranten stehen vor einem Zeltlager, während dieses von der Polizei geräumt wird.
Migranten stehen vor einem Zeltlager, während dieses von der Polizei geräumt wird. Quelle: dpa
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Paris

Es war im April 2015 als in Fosses in Frankreich, 30 Kilometer nordwestlich von Paris, plötzlich Feuer in einer Wohnung ausbrach. Zwei Kinder wurden von den Flammen eingeschlossen und möglicherweise wäre das Unglück tragisch geendet, wenn nicht ein 25-jähriger Informatiker aus Tunesien beherzt eingegriffen hätte. Der junge Mann rettete die beiden Kinder aus der Wohnung. Doch anders als der als „Spiderman“ bekannt gewordene Mamoudou Gassama, rettete sich der 25-jährige Tunesier damit nicht vor seiner drohenden Abschiebung. Im Januar wurde dem jungen Mann die Aufenthaltsgenehmigung verweigert. Er sei verpflichtet auszureisen, teilte der Anwalt des jungen Mannes mit.

Doch die Mutter der Kinder suchte nach dem jungen Retter. Erst nachdem er identifiziert worden war, konnte der Bürgermeister des Vorortes von Paris ihm ähnlich wie Gassama die Auszeichnung für seine „positive und gemeinnützige Tat“ überreichen. Auch die Zeitung „Le Parisien“ machte mit einem Artikel auf den Fall aufmerksam. Diesem Bericht zufolge war der Informatiker bereits 2013 nach Frankreich gekommen.

Am Dienstag nun verwies die Präfektur darauf, dass der 25-Jährige nicht nur längst eine zugesicherte Festanstellung habe, sondern auch dass seine engagierte Rettungsaktion für die Ausstellung des Aufenthaltstitels nun berücksichtigt werde.

Von nl/RND

Der Artikel "Tunesischer Retter darf in Frankreich bleiben" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.