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Welt Tod am Bahnübergang: Hat der Schrankenwärter schuld?
Mehr Welt Tod am Bahnübergang: Hat der Schrankenwärter schuld?
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17:32 01.06.2018
Eine Lokomotive der Deutschen Bahn (DB) fährt hinter einem Andreaskreuz vorbei. Quelle: Jens Büttner/dpa
Seesen

Nach der tödlichen Kollision eines Motorrads mit einem Personenzug im Landkreis Goslar gibt es schwere Vorwürfe gegen den Schrankenwärter. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mann eingeleitet. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die Schranken zum Unfallzeitpunkt geöffnet waren, teilte die Polizei am Freitag mit. Dem 47-jährige Schrankenwärter einer externen Firma werde zudem ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen.

Warum war die Schranke geöffnet?

Bei dem Unfall war ein 56 Jahre alter Motorradfahrer aus dem Landkreis Göttingen am Donnerstagmorgen auf dem Bahnübergang der Strecke Kreiensen – Bad Harzburg nahe Seesen von einer Regionalbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Der mit 20 Reisenden besetzte Zug war zum Unfallzeitpunkt mit dem üblichen Tempo 100 unterwegs gewesen. Warum die Schranke geöffnet war, ist offenbar noch unklar. Die Polizei hat die Blackbox des Zuges und die Gleissicherungsanlage beschlagnahmt.

„Der Bereich glich einem Trümmerfeld“

Die Passagiere der Regionalbahn und der Lokführer blieben unverletzt. Ein Zeuge hatte die Kollision am Morgen kurz vor sieben Uhr gemeldet. Den Einsatzkräften bot sich an der Unfallstelle ein Bild des Grauens. „Der Bereich glich einem Trümmerfeld“, sagte eine Polizeisprecherin. Das Motorrad sei bei dem Zusammenprall mit der Regionalbahn in mehrere Teile zerrissen worden.

Von dpa/RND

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