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Welt Taliban töten 40 Menschen und kündigen Waffenruhe an
Mehr Welt Taliban töten 40 Menschen und kündigen Waffenruhe an
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14:47 09.06.2018
Die Taliban halten Afghanistan seit Jahren mit Anschlägen in Atem. Sollten sie ihr Wort halten, wäre das die erste Waffenruhe seit 2001. Quelle: dpa
Kabul

Bei Überfällen auf Kontrollposten in den Provinzen Kundus und Herat haben die radikalislamischen Taliban in Afghanistan mindestens 40 Menschen getötet, mehr als 20 weitere verwundet. Zugleich kündigten sie eine dreitägige Waffenruhe zum Fest des Fastenbrechens an.

Vom 16. bis 18. Juni würden die Kämpfer demnach ihre Angriffe auf afghanische Truppen einstellen, teilte die Führung der Taliban mit. Die Waffenruhe gelte jedoch nicht für internationale Truppen. Zudem werde jeder Angriff des afghanischen Militärs erwidert.

Regierung sagt ebenfalls Waffenruhe zu

Zuvor hatte die Regierung in Kabul eine befristete Waffenruhe mit den Taliban vom 12. bis zum 20. Juni angekündigt. In den letzten Tagen des islamischen Fastenmonats Ramadan und über das Fest des Fastenbrechens würden die Sicherheitskräfte alle Angriffe auf die Islamisten einstellen, hatte Präsident Aschraf Ghani mitgeteilt. Sollten sich beide Seiten an ihre Ankündigungen halten, wäre es die erste Waffenruhe zwischen Regierung und Islamisten seit dem Sturz der Taliban-Regierung 2001.

Mindestens 23 Polizeibeamte getötet

Bei dem Taliban-Angriff im Bezirk Kala-e-Sal in der Nordprovinz Kundus kamen mindestens 23 Polizeibeamte ums Leben, wie Provinzratsmitglied Asadullah Sadat am Samstag mitteilte. Ein Dutzend weiterer Polizisten wurde bei dem Überfall in der Nacht zum Samstag verletzt, sagte Provinzratsmitglied Safiullah Amiri der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahlen könnten noch steigen, hieß es. Den Ratsmitgliedern zufolge kontrollieren die radikalislamischen Taliban derzeit 103 der 107 Dörfer im Beziurk Kala-e-Sal.

In der westlichen Provinz Herat starben 17 afghanische Soldaten bei einem Angriff der Taliban auf einen Kontrollposten im Bezirk Sawol. Mindestens 13 weitere wurden verletzt, wie Gouverneurssprecher Jelani Farhad mitteilte.

Von RND/dpa

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