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Welt Herbststurm „Sieglinde“ sorgt für Sturmflut
Mehr Welt Herbststurm „Sieglinde“ sorgt für Sturmflut
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18:42 23.10.2018
Harlesiel: Vom Wind aufgepeitschte Wellen überspülen die Treppe an einem Strandabschnitt. Quelle: dpa
Hannover

Einen Monat nach Sturmtief „Fabienne“ hat „Siglinde“ die Nordseeküste getroffen. Der Norden musste sich am Dienstag auf eine leichte Sturmflut einstellen. Am Nachmittag sanken die Pegelstände an der niedersächsischen Küste nach Angaben des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) bereits wieder. Das Mittag-Hochwasser an der Küste und das Nachmittag-Hochwasser in Hamburg und Bremen würde etwa 1,5 Meter höher erwartet als das mittlere Hochwasser, hatten das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und der NLWKN gewarnt. Die erreichten Pegelstände in Niedersachsen lagen leicht unter den vorhergesagten Höhen.

Schwere Sturmböen bliesen an der Küste laut Deutschem Wetterdienst (DWD) aus Richtung West, später aus Nordwest. Am Dienstagabend sollte der Wind ganz allmählich abnehmen, hieß es beim DWD. „Auch in der Nacht sind noch Sturmböen möglich“, sagte ein Meteorologe in Hamburg.

Fähren fallen aus

Gravierende Folgen wurden von der Polizei bis zum frühen Nachmittag nicht gemeldet. Auch die Bahn vermeldete keine Zwischenfälle, nur beim Sylt-Shuttle gab es Einschränkungen beim Transport von Lastwagen. Wind und Hochwasser sorgten an der Küste aber für Einschränkungen im Fährverkehr. In Emden entfielen drei Abfahrten des schnellen Katamarans nach Borkum, dafür wurde eine langsamere Ersatzfähre eingesetzt. Mittwochmittag solle der Betrieb wieder normal laufen, sagte eine Reedereisprecherin. Die Fahrten der Helgoland-Fähre ab Cuxhaven sollten am Dienstag entfallen.

Die Folgen des Wetters bekamen auch einige junge Seehunde zu spüren, sie waren in Norddeich aufgepäppelt worden. Das für Dienstag geplante Aussetzen vor Baltrum wurde wegen des Wetters aber auf Mittwoch verschoben.

Der Bremer Freimarkt öffnete auch am Dienstag wie vorgesehen. Wegen der Wetterprognosen seien keine Einschränkungen erforderlich, teilte ein Senatssprecher am Mittag mit. Andere Unternehmungslustige stießen auf verschlossene Türen. So blieb das Wisentgehege Springe südlich von Hannover am Dienstag wegen des Sturmes geschlossen.

Auf dem Brocken im Harz blies der Wind laut DWD sogar mit Stärke 12. Unterdessen sollen die Temperaturen im Nordwesten auf Werte zwischen zwei Grad in den höheren Lagen und zwölf Grad im Flachland weiter sinken.

Sturm „Sieglinde“ bleibt bis Donnerstag

Mindestens bis Donnerstag bleibt es im Norden und Osten mit noch sehr windig. Ursache ist das bei Island entstandene Tiefdruckgebiet „Sieglinde“. Es zieht im Laufe der Woche nach Südskandinavien und zum Baltikum. Nach Sturmtief „Fabienne“ vor vier Wochen steht damit der nächste große Herbststurm bevor. „Fabienne“ war Ende September mit Starkregen und Sturmböen über Deutschland hinweggezogen und hatte vor allem in Thüringen und Sachsen große Schäden hinterlassen.

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Von ms/RND/dpa

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