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Welt Sturmtief „Siglinde“ entwurzelt Bäume in Niedersachsen
Mehr Welt Sturmtief „Siglinde“ entwurzelt Bäume in Niedersachsen
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07:49 24.10.2018
Harlesiel: Ein Mann fotografiert an einem Strandabschnitt die peitschenden Wellen der Nordsee. Quelle: dpa
Hannover

Sturmtief „Siglinde“ hat in der Nacht zu Mittwoch vereinzelt für umgestürzte Bäume in Niedersachsen gesorgt. Insgesamt sei es jedoch „überraschend ruhig“ geblieben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen.

Experten rechnen damit, dass der Sturm weiter abnimmt. „Mindestens bis Donnerstag bleibt es im Norden und Osten aber sehr windig mit einzelnen starken bis stürmischen Böen“, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst.

Am Dienstag waren schwere Sturmböen an der Küste aufgekommen, mancherorts gab es orkanartige Böen. Wegen Wind und Hochwasser kam es auch zu Einschränkungen im Fährverkehr.

Sturmflut überschwemmt Fischmarkt

Hamburg erreichte die erste Sturmflut dieses Herbstes. Die Elbe überflutete einen Parkplatz am St.-Pauli-Fischmarkt. Der Scheitelpunkt am Pegel erreichte gegen 5.00 Uhr morgens seinen Höchstwert von 1,08 Metern über dem mittleren Hochwasser, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte. Bei der vorangegangenen Sturmflut am Dienstagnachmittag hatte dieser noch bei 1,64 Meter gelegen.

In Emden entfielen drei Abfahrten des schnellen Katamarans nach Borkum, dafür wurde eine langsamere Ersatzfähre eingesetzt. Die Fahrten der Helgoland-Fähre ab Cuxhaven fielen am Dienstag aus. Die Folgen des Wetters im Norden bekamen auch einige junge Seehunde zu spüren – sie waren in Norddeich aufgepäppelt worden: Das geplante Aussetzen vor Baltrum wurde wegen des Wetters auf Mittwoch verschoben.

Die Bundeswehr blies wegen des Sturms eine Katastrophenschutzübung zunächst ab. „Im Ernstfall wären unsere Hubschrauber geflogen, für eine Übung war der Wind jedoch zu stark“, sagte ein Sprecher des Landeskommandos Schleswig-Holstein.

Wie wird das Wetter am Mittwoch?

Laut DWD bleibt es am Mittwoch tagsüber im Westen und im Südwesten trocken bei Temperaturen zwischen 9 und 17 Grad. In Alpennähe herrscht Dauerregen. Im Osten der Republik kommt starker bis stürmischer Nordwestwind auf. An den Küsten sowie in höheren Lagen muss zeitweise mit schweren Sturmböen gerechnet werden.

„Siglinde zieht am Mittwoch in Richtung Russland ab. Daher weht bis Donnerstag wieder etwas weniger Wind“, sagte ein DWD-Sprecher. Trotz Regens erwarten Experten vorerst kein Ende beim Niedrigwasser des Rheins. Der Pegelstand bei Kaub, der als wichtige Marke für das Obere Mittelrheintal gilt, erreichte am Dienstagmittag 29 Zentimeter - etwas mehr als am Vortag.

Der Deutsche Wetterdienst sagte für die nächsten Tagen nur gelegentlich Regen voraus. Damit bleibt die Schifffahrt vorerst schwer beeinträchtigt: Frachtschiffe können nur noch wenig laden, Kabinenschiffe sind deutlich weniger geworden - und Niedrigwassertouristen können zahlreiche neue Kiesbänke erkunden.

Von dpa/RND

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