Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Schon 164 Tote bei Monsunregenfällen in indischer Tourismusregion
Mehr Welt Schon 164 Tote bei Monsunregenfällen in indischer Tourismusregion
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:46 17.08.2018
Überflutete Straßen und Häuser in Kozhikode im indischen Staat Kerala.
Überflutete Straßen und Häuser in Kozhikode im indischen Staat Kerala. Quelle: AP
Anzeige
Neu Delhi

In Indien sind binnen einer Woche mindestens 164 Menschen als Folge heftiger Monsunregenfälle getötet worden. Sie seien bei Überflutungen, Erdrutschen und dem Einsturz von Brücken ums Leben gekommen, teilten die Behörden im südindischen Staat Kerala mit. Der internationale Flughafen in Kochi setzte den Flugbetrieb bis Samstag aus, nachdem die örtliche Startbahn überschwemmt worden war.

Menschen von Hausdächern nach Überflutungen gerettet

Rettungskräfte brachten mit Hubschraubern und Booten Hunderte Menschen von den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit. Die heftigen Regenfälle hörten am Freitag auf. Tausende Rettungshelfer arbeiteten schnell, um die gestrandeten Personen in 1200 vom Staat betriebene Lager zu bringen, wo bereits mehr als 150.000 Menschen Zuflucht gesucht haben.

Überflutungen, Erdrutsche, einstürzende Brücken: In dem bei Touristen beliebten südindischen Bundesstaat Kerala sind bei Monsunregenfällen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz, um Eingeschlossene in Sicherheit zu bringen.

Touristen wurden aufgefordert, sich von der beliebten Hügelstation Munnar im Bezirk Idukki fernzuhalten, weil es Überschwemmungen gab. Personen wurden auch gebeten, auf einen Besuch des Schreins Sabarimala zu verzichten, weil der Wasserstand im nahegelegenen Pampa-Fluss anstieg. Sabarimala ist ein hinduistisches Pilgerzentrum im Gebirge des Bezirks Pathanamthitta. Sabarimala wird jedes Jahr von etwa 45 Millionen Anhängern besucht. Kerala ist eine beliebte Touristengegend.

Überflutungen in zwölf der 14 Bezirken

Wegen heftiger Regenfälle ließen die Behörden überschüssiges Wasser aus Dutzenden Rückhaltebecken ab. Dadurch kam es flussabwärts zu Überflutungen. In zwölf der 14 Bezirke des Staats Kerala wurden große Gegenden unter Wasser gesetzt.

Im Staat Madhya Pradesh rissen schnell steigende Wassermassen elf Menschen mit sich, die an einem Wasserfall Picknick machten. Was aus ihnen geworden sei, wisse sie nicht, sagte die Bezirksbeamtin Shilpi Gupta. Weitere sieben Personen seien per Hubschrauber gerettet worden, 30 andere seien auf Felsen im Fluss vom Wasser eingeschlossen.

Jedes Jahr sterben Hunderte Menschen bei Monsunregenfällen

Bei Monsunregenfällen sterben jedes Jahr Hunderte Menschen in Indien. Die Monsunregenzeit dauert normalerweise von Juni bis September.

Von RND/dpa/AP

Der Artikel "Schon 164 Tote bei Monsunregenfällen in indischer Tourismusregion" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.