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Welt Komplette Tankstelle kommt ins Museum
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20:49 24.10.2018
Vorsichtig wird die Tankstelle in Stade in drei Teile zerlegt: Im Freilichtmuseum am Kiekeberg soll sie Teil einer Sonderausstellung über das Leben in der Nachkriegszeit werden. Quelle: Carolin George
Stade

„Das kann ja keiner ahnen, dass so etwas möglich ist“, sagt Klaus Mehrtens. Er hat seine Kamera gezückt, um einen außergewöhnlichen Transport festzuhalten. Die Tankstelle seines Vaters zieht um: von Stade an der Elbe nach Ehestorf, Landkreis Harburg. Das Gebäude, Baujahr 1954, wird – wie es in der Fachsprache heißt – transloziert. Sein Bestimmungsort ist das Freilichtmuseum am Kiekeberg. Dort entsteht ein Straßenabschnitt, der das Leben in Deutschland zwischen 1949 und 1970 dokumentieren soll.

Ehe sie die markante Tankstelle in Stade fanden, hätten die Volkskundler des Museums zwischen Bremerhaven und Celle vergeblich nach einem geeigneten Objekt gesucht, berichtet Abteilungsleiter Alexander Eggert, der am Mittwoch die Verladung von Dach, Säule und Kassenhäuschen auf drei Tieflader beobachtet. „Wir waren penibel und pedantisch bei der Auswahl“, sagt Eggert. „Es gibt nicht mehr viele Tankstellen aus dieser Zeit, vor allem nicht in einem so soliden Zustand.“

143.000 Euro kostet der aufwendige Transport, doch die Kosten und Mühen sind es dem Museum wert, betont Direktor Stefan Zimmermann. „Man kann sich fragen, warum wir einen so großen Aufwand treiben. Wir tun das, weil man sich der Aura einer Originalbausubstanz nicht entziehen kann. Ein Gebäude atmet Geschichte und strahlt sie aus. Eine Rekonstruktion kann das niemals leisten.“

Die kleine Tankstelle ist für die Historiker Symbol für eine fortschrittsbegeisterte Zeit, eine mobiler werdende Gesellschaft und verändertes Freizeitverhalten: Sie stehe für viele gesellschaftlichen Umbrüche der Nachkriegszeit.

Insgesamt baut das Museum sechs Häuser an der „Königsberger Straße“ auf, einschließlich Gärten, Ladenzeile, Straßenlaternen, Litfaßsäule und Telefonzelle. Die Bauarbeiten begannen im September, die Fertigstellung ist in sechs Jahren geplant. Der Bund fördert das 6,14-Millionen-Euro-Projekt mit 3,84 Millionen Euro, das Land Niedersachsen mit 600.000 Euro.

Von Carolin George

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