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Welt Polizei geht gegen Proteste der Opposition vor
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19:32 17.03.2018
Putin führt Russland seit 18 Jahren. Nach zwei Amtszeiten war er von 2008 bis 2012 vorübergehend Regierungschef. 2012 kehrte er mit 63,6 Prozent der Stimmen in den Kreml zurück. Quelle: dpa
Moskau

Am Tag vor der Wahl in Russland ruhte der Wahlkampf dem Gesetz zufolge. Die Polizei ging aber am Samstag in mehreren Städten gegen Anhänger des Oppositionellen Alexej Nawalny vor, der zu einem Boykott aufgerufen hat. Die Büros seiner Bewegung in Tula, Pensa, Stawropol, Tjumen und Nowokusnezk wurden durchsucht. Mehrere Aktivisten seien festgenommen worden, schrieb Nawalny auf Twitter.

In St. Petersburg wurden nach seinen Angaben mehrere junge Leute festgenommen, die in seinem Namen die Wahl am Sonntag beobachten sollten. Nawalny selbst wurde wegen einer juristisch zweifelhaften Vorstrafe nicht als Kandidat für die Wahl zugelassen. Auch das Bürgerrechtsportal OVD-Info berichtete am Samstag von mindestens sieben Festnahmen bei diversen Oppositionsgruppen.

Wahlberechtigt im größten Land der Erde sind 109 Millionen Menschen. Erste Ergebnisse werden nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend um 19.00 Uhr MEZ erwartet. Am Montagmorgen soll die Auszählung beendet sein.

Putin führt Russland seit 18 Jahren. Nach zwei Amtszeiten war er von 2008 bis 2012 vorübergehend Regierungschef. 2012 kehrte er mit 63,6 Prozent der Stimmen in den Kreml zurück. Als Präsident rief er die Bürger zur Stimmabgabe auf: „Nehmen Sie Ihr Recht wahr, die Zukunft für ein erhabenes, von uns geliebtes Russland zu wählen“, sagte Putin in einer Videobotschaft am Freitag. Da es keine Zweifel an seinem Sieg gibt, sehen Experten vor allem die Höhe der Wahlbeteiligung als Indiz für die Stimmung im Land.

Von dpa/RND

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