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Politik Zusammenstöße zwischen G7-Gegnern und Polizei - drei Deutsche verurteilt
Mehr Welt Politik Zusammenstöße zwischen G7-Gegnern und Polizei - drei Deutsche verurteilt
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02:36 29.08.2019
Ein Polizist verhaftet einen Demonstranten während eines Protestmarschs gegen den G7-Gipfel entlang einer Straße in der Nähe eines Zeltlagers. Quelle: Emilio Morenatti/AP/dpa
Urrugne

Kurz vor dem Beginn des G7-Gipfels im französischen Küstenort Biarritz ist es in der Region zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Vier Polizisten wurden am Freitagabend in Urrugne - etwa 20 Kilometer von Biarritz entfernt - von Feuerwerksgeschossen leicht verletzt. 17 Demonstranten wurden festgenommen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Behördenangaben berichtete. Auch aufseiten der Demonstranten soll es Berichten zufolge Verletzte gegeben haben. In Urrugne befindet sich ein großes Protestcamp von G7-Gegnern.

Dem AFP-Bericht zufolge war es bereits am Nachmittag zu Spannungen gekommen, weil Demonstranten einen Kreisverkehr besetzen wollten. Schließlich hätten die G7-Gegner den Weg zum Protestcamp blockiert und kleine Barrikaden errichtet. Die Polizei habe dann Gummigeschosse eingesetzt.

Drei Deutsche verurteilt

Im südfranzösischen Bayonne wurden drei junge Deutsche bereits zu Haftstrafen von bis zu drei Monaten verurteilt. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag berichtete, wurde den Deutschen im Alter von 18 bis 22 Jahren vorgeworfen, in einer Gruppe Gewalttätigkeiten vorbereitet zu haben. Sie waren bereits am Mittwoch bei einer Autobahnkontrolle festgenommen worden und stammen aus der Gegend von Nürnberg.

Macron, Trump und Co. - G7-Gipfel ohne Erwartungen

In dem Auto der Deutschen waren unter anderem Tränengas und Kapuzen gefunden worden. Dokumente ließen darauf schließen, dass sie zu einer linksextremen Bewegung gehören, berichtete die Agentur unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Deutschen dürfen in den nächsten fünf Jahren nicht mehr nach Frankreich kommen.

Der Badeort Biarritz, wo der G7-Gipfel am Samstag begonnen hat, ist streng gesichert und für Demonstranten nicht zugänglich. Rund um Biarritz gibt es diverse Protestcamps. Frankreich rüstet sich mit mehr als 13 000 Sicherheitskräften gegen Krawalle während des Top-Ereignisses. Am Samstagmittag ist eine große Demonstration gegen den Gipfel geplant.

In Orten rund um Biarritz tagt bereits seit Mitte der Woche ein sogenannter "Gegengipfel". Er wird von einem Bündnis aus NGOs und Globalisierungsgegnern organisiert.

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RND/dpa

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