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Politik Zentralrat der Juden berät Führungsfrage
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14:30 07.02.2010
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In den vergangenen Wochen war Knobloch nachgesagt worden, dass sie im engeren Führungskreis des Verbandes keinen Rückhalt mehr habe. Die reguläre Amtszeit der 77 Jahre alten Münchnerin endet im November. Ob das aus 34 Mitgliedern bestehende Gremium oder Knobloch am Nachmittag eine Erklärung abgeben, blieb zunächst offen. Knobloch war nach dem Tod Paul Spiegels im Juni 2006 an die Spitze des Zentralrats gerückt.

Der Generalsekretär des Zentralrates, Stephan Kramer, sagte, das Thema Knobloch sei bei dem Treffen nur eines von vielen. Es solle aber „zügig beraten“ werden. Vor dem Treffen war erwartet worden, dass Knobloch auf eine zweite Amtszeit verzichtet. Sie selbst ließ in Gastbeiträgen für Medien keine Amtsmüdigkeit erkennen.

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Als Nachfolger Knoblochs wird der bisherige Vizepräsident Dieter Graumann gehandelt. Anders als die 77-Jährige gehört der Frankfurter Unternehmer der Generation an, die den Massenmord an den europäischen Juden nicht mehr selbst erlebt hat. Unter dem Dach des Zentralrates sind 23 Landesverbände mit insgesamt 107 jüdischen Gemeinden und rund 106 000 Mitgliedern organisiert.

dpa