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Politik Zehntausende gedenken Luxemburgs und Liebknechts
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14:37 10.01.2010
Rote Nelken liegen auf dem Gedenkstein für Rosa Luxemburg.
Rote Nelken liegen auf dem Gedenkstein für Rosa Luxemburg. Quelle: ap
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Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Berlin der 1919 ermordeten Kommunistenführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedacht. Eine Demonstration linker Gruppen mit rund 3.000 Teilnehmern verlief nach Polizeiangaben störungsfrei. Darüber hinaus ehrten die Spitze der Linkspartei und mehrere Zehntausend Anhänger Liebknecht und Luxemburg an deren Gräbern in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde. Sie legten Kränze und rote Nelken nieder.

An der traditionellen Gedenkveranstaltung nahmen auch der Linken-Vorsitzende Lothar Bisky, Linksfraktionschef Gregor Gysi, Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch und Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau teil. Co-Chef Oskar Lafontaine konnte wegen seiner Krebserkrankung nicht kommen.

Luxemburg und Liebknecht waren am 15. Januar 1919 von rechten Freikorpssoldaten ermordet worden. Die Gedenkdemonstration hatte bereits zu DDR-Zeiten Tradition. Sie findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Januar statt.

Der Aufzug stand erneut unter dem Motto „Nichts und niemand ist vergessen - Aufstehen und widersetzen!“. Ein Bündnis aus zahlreichen linken Initiativen und Parteien aus ganz Europa sowie mehreren hundert Einzelpersonen hatte zu der Veranstaltung aufgerufen. Die Veranstalter äußerten sich angesichts des Wetters zufrieden über die Teilnehmerzahl: Wegen des „Schnee-Chaos’“ auf den Autobahnen hätten einige potenzielle Teilnehmer ihr Ziel nicht erreichen können, erklärten sie.

ap