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Politik Zahlreiche Tote bei Autobomben-Anschlagsserie in Damaskus
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14:51 21.02.2013
Bei Bombenanschlägen in Damaskus soll es meherere Tote gegeben haben. Quelle: dpa
Damaskus

Eine Anschlagserie mit mindestens 37 Toten hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Vor Einrichtungen des Sicherheitsapparates und der Regierungspartei detonierten am Donnerstag kurz hintereinander drei Autobomben. Zu den Anschlägen, bei denen außerdem Dutzende von Menschen verletzt wurden, bekannte sich zunächst niemand. Leichte Verletzungen habe auch Naif Hawatmeh, der Generalsekretär der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) erlitten, berichtete der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf ein DFLP-Mitglied.

Allein durch die Explosion einer Bombe vor dem Gebäude der Baath-Partei im Innenstadtviertel Al-Masraa starben nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter 31 Menschen. Unter den Opfern seien auch Schulkinder, hieß es. Der Sprengsatz, der in der Umgebung mehrere Autos in Brand setzte, wurde wahrscheinlich von einem Selbstmordattentäter gezündet.

Zwei weitere Autobomben detonierten neben einer Polizeiwache im Stadtteil Birsa. Nach ersten Informationen von Augenzeugen kamen hier sechs Menschen ums Leben. Auch hier gab es Dutzende von Verletzten. Etliche Bewohner von Birsa verließen das Viertel aus Angst vor weiteren Bomben. Landesweit zählten die Regimegegner bis zum Nachmittag 42 Tote - die Opfer der Autobombenanschläge berücksichtigten sie dabei nicht.

Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete unter Berufung auf Regimegegner, eine Mörsergranate sei auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums eingeschlagen. In den vergangenen Tagen hatte es auch in Vierteln der syrischen Hauptstadt, die bislang vom Bürgerkrieg verschont geblieben waren, Rebellenangriffe gegeben.

Keine Bestätigung gab es für Medienberichte, wonach die syrische Luftabwehr eine israelische Drohne abgeschossen haben soll. Das unbemannte Aufklärungsflugzeug soll nach Angaben arabischer Medien, die der syrischen Regierung nahestehen, an der Grenze zum Libanon unter Beschuss geraten sein. Israel ist über den möglichen Transport hochmoderner Waffen aus Syrien zur Schiiten-Miliz Hisbollah im Südlibanon besorgt. Es gilt deshalb als wahrscheinlich, dass israelische Aufklärungsdrohnen zum Einsatz kommen.

Die von Deserteuren gegründete Freie Syrische Armee erklärte ihrerseits, sie habe am Donnerstag zwei Stützpunkte der libanesischen Hisbollah-Miliz bombardiert, in Syrien und im Libanon nahe der Grenze. Ein syrischer Aktivist an der Grenze sagte: „Wir fordern die Hisbollah erneut dringend dazu auf, ihre Aktivitäten auf syrischem Staatsgebiet sofort zu beenden.“. Die Hisbollah unterstützt das Regime von Präsident Baschar al-Assad im Kampf gegen die Aufständischen.


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dpa

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