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Politik Wulff will bis Donnerstag Klarheit über Zukunft von VW und Porsche
Mehr Welt Politik Wulff will bis Donnerstag Klarheit über Zukunft von VW und Porsche
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07:21 20.07.2009
Porsche-Vorstandsvorsitzende Wendelin Wiedeking (r.) und Niedersachsens Ministerpraesident Christian Wulff (CDU). Quelle: Foto: David Hecker/ddp
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Alle für eine Entscheidung notwendigen Fakten lägen jetzt auf dem Tisch, sagte Wulff der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montagsausgabe). „Mein leidenschaftlicher Appell lautet: Lasst uns am Donnerstag den Knoten durchschlagen, damit wir bei VW und Porsche endlich wieder die Konkurrenz ins Visier nehmen und uns ganz auf den Autobau konzentrierten können“, sagte der CDU-Politiker, der auch dem Aufsichtsrat von VW angehört. Bei einem Scheitern müssten beide Konzerne getrennte Wege gehen.

Wulff äußerte den Wunsch, dass sich in den Aufsichtsratssitzungen von Porsche und Volkswagen am Donnerstag eine breite Mehrheit für einen integrierten Automobilkonzern herausbilde. „Nach Verschmelzung gehört die Porsche AG dann ganz zur VW-Porsche AG“, sagte Wulff. Dieses Unternehmen, an dem auch Katar einen Anteil von bis zu 20 Prozent hielte, habe gute Chancen, größter Autokonzern der Welt zu werden.

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Porsche hatte ursprünglich geplant, den gesamten VW-Konzern zu übernehmen. Dabei häufte der Sportwagenbauer allerdings Schulden von neun Milliarden Euro an. VW-Aufsichtsratchef Piëch will daher den Spieß nun umdrehen und Porsche als zehnte Marke in den Wolfsburger Konzern eingliedern. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking setzt hingegen darauf, mit Hilfe von Katar seine alten Pläne umzusetzen.

AFP