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Politik Wulff fordert Generationswechsel in der CDU-Parteispitze
Mehr Welt Politik Wulff fordert Generationswechsel in der CDU-Parteispitze
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12:19 25.06.2010
CDU-Vize Christian Wulff: „Ein Generationenwechsel tut immer weh." Quelle: dpa
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Nach dem angekündigten Rückzug von NRW-Landeschef Jürgen Rüttgers aus der Politik sieht sein niedersächsischer Amtskollege, Christian Wulff (beide CDU) die Union vor einem Generationenwechsel. „Ich wünsche der CDU in Nordrhein-Westfalen, dass der fällige Generationenwechsel gelingen möge“, sagte Wulff am Freitag auf seiner Sommerreise im emsländischen Dersum.

Durch das Ausscheiden von Jürgen Rüttgers, von Roland Koch und möglicherweise von ihm selbst als CDU-Bundes-Vize sei auch die Bundes-CDU in der Pflicht, einen Generationenwechsel zu vollziehen. „Ein Generationenwechsel tut immer weh, weil man sich von Bewährtem, von Verlässlichem trennen muss, auf der anderen Seite ist darin auch immer eine Perspektive, das neue Gesichter profiliert werden“.

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In einem Generationenwechsel stecke aber auch eine Chance, dass man sich für die neue Generation, wie die Ministerpräsidenten Stefan Mappus in Baden-Württemberg und Volker Boufier in Hessen oder - „wenn alles gut läuft“ - David McAllister in Niedersachsen interessiere und ihnen zuhöre.

Hinsichtlich der Nachfolgersuche sieht Wulff die CDU in Nordrhein-Westfalen in einer guten Position. „Ich denke, die nordrhein-westfälische CDU hat den großen Vorteil, dass sie über eine Reihe sehr geeigneter, hoch qualifizierter Nachwuchskräfte verfügt“, betonte Wulff. Dort müsse jetzt entschieden werden, wer die Fraktion im Landtag und wer die Partei langfristig führen solle. Auch müsse geklärt werden, wer in die nächste Wahl als Spitzenkandidat gehen solle. „Jetzt müssen sie sich nur noch untereinander verständigen, aber da wird man sich sinnvollerweise heraushalten“, sagte Wulff.

Aus der Sicht von Wulff ist das Alter von Politikern ohnehin nicht wichtig. „Man muss einfach nicht so sehr nach dem Alter schauen, sondern ob jemand das hat, was man eigentlich nicht lernen kann, vor allem Charakter“, sagte der 51 Jahre alte Präsidentschaftskandidat von Union und FDP. Er glaube, dass Deutschland von anderen Ländern sehr wohl lernen könne. „US-Senatoren, Gouverneure, selbst Präsidenten sind oft sehr viel jünger gewesen“.

dpa

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