Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Woche der Wahrheit für Bildungsministerin Annette Schavan
Mehr Welt Politik Woche der Wahrheit für Bildungsministerin Annette Schavan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:48 21.01.2013
Annette Schavan muss um ihren Doktortitel zittern. Quelle: dpa
Berlin

Am Dienstag beraten die 15 Mitglieder des Falkultätsrates der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf erstmals über die Einleitung eines Verfahrens zur Aberkennung ihres Doktortitels. Falls es ein solches Verfahren gibt: Kann die oberste politische Repräsentantin von Bildung und Forschung in Deutschland dann noch unbefangen ihr Amt ausüben? Es bleiben Vorwürfe übrig – auch wenn Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ zutreffen, dass der Promotionsausschuss in seiner vorbereitenden Empfehlung inzwischen nicht mehr von vorsätzlicher Täuschung ausgeht.  

Als 22-jährige Studentin soll Schavan bei ihrer Dissertation an zahlreichen Stellen gegen Regeln wissenschaftlichen Arbeitens verstoßen haben. Der Vorsitzenden der Promotionskommission und Judaistik-Professor Stefan Rohrbacher unterstellt Schavan deshalb „leitende Täuschungsabsicht“. 

Die Allianz der führenden Wissenschaftsorganisationen überraschte am Wochenende jedoch mit einer gemeinsamen Erklärung. Vornehm verklausuliert, gleichwohl zwischen den Zeilen erkennbar, wird unverhohlen Kritik am Vorgehen der Uni Düsseldorf geübt und ein faires Verfahren angemahnt. Doch ein Zweitgutachten hat die Universität bislang nicht angefordert.

Es gibt nun verschiedene Szenarien für den weiteren Gang. Am unwahrscheinlichsten ist ein sofortiger Beschluss über den Verlust des Doktortitels – ebenso wie ein schneller „Freispruch“ Schavans. Sie selbst jedenfalls will kämpfen. Am Freitag will sie sich erneut für ein Bundestagsmandat nominieren lassen. Ihr CDU-Ortsverband hatte ihr bereits im Oktober ein paar rote Boxhandschuhe geschenkt – zur Verteidigung ihres Doktortitels.

Karl-Heinz Reith

Das syrische Regime foltert vermutlich auch Minderjährige. Mehrere Oppositionsgruppen berichteten am Montag, der 14 Jahre alte Mohammed Ibrahim al-Rifai sei im Prinzessin-Basma-Krankenhaus in der jordanischen Stadt Irbid an den Folgen von Misshandlungen gestorben, die er im Gefängnis der sogenannten Politischen Sicherheit in der Stadt Daraa erlitten hatte.

21.01.2013

Die algerische Armee hat das Gasfeld gestürmt und die Geiselnahme durch Islamisten blutig beendet. Insgesamt starben 55 Menschen während des mehrtägigen Militäreinsatzes, Terroristen brachten die letzten Geiseln um.

20.01.2013
Politik Gewaltsame Befreiungsaktion - 650 Geiseln in Algerien befreit

Geiseldrama - und kein Ende in Sicht. Algeriens Truppen befreien 650 Beschäftigte einer Industrieoase. Doch viele Geiseln sind tot oder verschwunden. Die Islamisten können Malis Militäroffensive nicht stoppen.

18.01.2013