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Politik „Wirtschaft als Buhmann“: Boris Johnson enttäuscht britische Unternehmer
Mehr Welt Politik „Wirtschaft als Buhmann“: Boris Johnson enttäuscht britische Unternehmer
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10:16 07.10.2021
Der britische Premierminister Boris Johnson spricht auf dem Tory-Parteitag in Manchester.
Der britische Premierminister Boris Johnson spricht auf dem Tory-Parteitag in Manchester. Quelle: Getty Images
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Manchester/London

Britische Unternehmer haben sich nach der Rede von Premier Boris Johnson beim Tory-Partei enttäuscht gezeigt.

„Die Wirtschaft wird als Buhmann dargestellt, aber das Problem ist viel größer. Wir wollen unseren Leuten so viel zahlen wie möglich, aber Unternehmen sind kein endloser Schwamm, die unendlich viele Kosten aufsaugen können“, sagte der Chef der Supermarktkette Iceland, Richard Walker, am Donnerstag der „Times“.

Im nächsten Jahr kämen viele höhere Kosten auf Betriebe zu: „Wir werden höhere Energiepreise haben, weitere Lkw-Fahrer, weitere Verpackungskosten.“ Dies sei nicht alles auf einmal zu stemmen. Insbesondere viele kleinere Unternehmen seien gefährdet.

Kleinunternehmer fühlen sich nicht mehr berücksichtigt

Ein Vertreter der Federation of Small Businesses, die die kleineren britischen Unternehmen als Verband vertritt, erklärte im Sender Times Radio, man fühle sich von der Konservativen Partei nicht mehr berücksichtigt. Derzeit sei die oppositionelle Labour-Partei die einzige mit konkreten Angeboten für kleine Unternehmen.

Boris Johnson hatte am Mittwoch in Manchester Großbritannien eine glorreiche Zukunft versprochen und sich von seinen Anhängern feiern lassen. Die akuten Probleme im Land - wie der eklatante Mangel an Lastwagenfahrern und die damit verbundene Kraftstoffkrise - ignorierte er weitgehend.

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Großbritannien könne sich nicht wie in der Vergangenheit auf günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland verlassen, sondern müsse in die Ausbildung heimischer Arbeitnehmer investieren, so die zentrale Forderung.

RND/dpa

Der Artikel "„Wirtschaft als Buhmann“: Boris Johnson enttäuscht britische Unternehmer" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.