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Politik Julian Assange lehnt Auslieferung an die USA ab
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13:55 02.05.2019
Wikileaks-Gründer Julian Assange soll an die USA ausgeliefert werden. Quelle: imago images / ZUMA Press
London

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, lehnt seine Auslieferung an die USA weiter ab. Das sagte der 47 Jahre alte gebürtige Australier am Donnerstag bei einer Anhörung vor einem Gericht in London, bei der er per Videostream aus dem Gefängnis zugeschaltet war.

„Ich möchte mich nicht freiwillig ausliefern lassen für Journalismus, der viele Preise gewonnen hat und viele Menschen geschützt hat“, sagte Assange der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Wikileaks 2010 - damals noch als Bradley Manning - Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.

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Assange können keinen fairen Prozess in den USA erwarten

Gut 20 teils renommierte Schweizer Juristen und andere Unterstützer fordern, dass ihr Land dem Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, Asyl gewährt. Sie richteten am Donnerstag einen Appell mit etwa 40 Unterschriften an die Regierung in Bern.

Assange könne in den USA keinen fairen Prozess erwarten, schreiben die Unterzeichner des Schweizer Appells. Ihm drohe Folter und womöglich die Todesstrafe. Er sei ein Enthüllungsjournalist, der Kriegsverbrechen aufgedeckt habe.

„Seine Verhaftung verletzt nicht nur die Pressefreiheit, sondern stellt angesichts der drohenden Sanktionen, Folter und Todesstrafe, die faktische Wiedereinführung der Zensur dar“, schreiben sie.

50 Wochen Haft für Assange

Erst am Mittwoch war Assange in London zu 50 Wochen Haft verurteilt worden, weil er sich jahrelang dem Zugriff der Polizei entzogen hatte.

Er hatte sich 2012 in die ecuadorianische Botschaft geflüchtet, nachdem er vergeblich versucht hatte, seine Auslieferung an Schweden gerichtlich zu stoppen. Dort wurde wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn ermittelt. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt.

Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn an die USA ausliefern zu können. Er hatte sich 2010 der Polizei zunächst gestellt, war dann aber auf Kaution wieder freigekommen.

Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schließlich festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte. Lange Zeit hatten die amerikanischen Justizbehörden nicht bestätigt, dass eine Anklage gegen Assange vorliegt. Doch nun könnte seine Befürchtung bald wahr werden: Am 30. Mai soll die nächste Anhörung stattfinden.

Von RND/dpa/lf

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