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Politik Westerwelle sagt Japan Hilfe bei Wiederaufbau zu
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08:57 03.04.2011
Außenminister Guido Westerwelle (l.) und Amtskollege Takeaki Matsumoto: Westerwelle hat Japan Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt.
Außenminister Guido Westerwelle (l.) und Amtskollege Takeaki Matsumoto: Westerwelle hat Japan Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt. Quelle: dpa
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„Auch da kann sich Japan auf Deutschland als Partner verlassen“, sagte Westerwelle nach einem Gespräch mit seinem japanischen Amtskollegen Takeaki Matsumoto. Matsumoto versprach der internationalen Gemeinschaft „größte Transparenz“ bei der Aufklärung der Reaktorkatastrophe in Fukushima.

Zu Beginn seines mehrstündigen Besuchs war Westerwelle mit Mitarbeitern der deutschen Botschaft zusammengetroffen, die wegen der Atomkatastrophe nach Osaka ausgelagert worden war. Befürchtet wird, dass nach der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima auch radioaktive Partikel in die Hauptstadt Tokio gelangen. Von den normalerweise etwa 10.000 Deutschen in Japan hat etwa die Hälfte das Land verlassen.

Westerwelle sagte: „Wir haben Hilfe angeboten, werden sie aber nicht aufdrängen.“ Japan sei selbst ein „sehr erfolgreiches und stolzes Land“. „Das, was an Hilfe willkommen ist, werden wir leisten. Aber wir haben auch vollen Respekt dafür, dass Japan Wert auch auf die eigene Kraft legt.“ Ein Besuch in den am schlimmsten betroffenen Gebieten oder in der Umgebung des AKW Fukushima war nicht geplant.

Bislang wurden aus Deutschland etwa 220 Tonnen Hilfsgüter geliefert, darunter auch eine Spezialpumpe, die bei der Kühlung des Kernkraftwerks Fukushima Eins hilft. An privaten Spenden gingen bei deutschen Hilfsorganisationen bislang 17 Millionen Euro ein.

Westerwelle äußerte sich auch zur künftigen deutschen Energiepolitik, die jetzt eine Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien bauen müsse. „Es wäre ja keine Lösung, dass man mit irgendwelchen Scheinkompromissen weitergeht“, sagte der FDP-Chef. „Man will ja auch, dass ein Fortschritt erfolgt.“ Westerwelle kehrt an diesem Sonntag nach Deutschland zurück. Zuvor war er drei Tage in China.

dpa

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