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Politik Westerwelle: Entführte Deutsche in Sudan frei
Mehr Welt Politik Westerwelle: Entführte Deutsche in Sudan frei
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14:50 27.07.2010
Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Quelle: ap

Fünf Wochen nach ihrer Entführung in der westsudanesischen Krisenregion Darfur sind die beiden deutschen Entwicklungshelfer wieder frei. Das teilte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Dienstag während seiner Slowenien-Reise in Ljubljana (Laibach) mit. Den beiden 34 und 52 Jahre alten Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks gehe es angesichts der schwierigen Umstände gut. Sie waren zur Unterstützung humanitärer Projekte der Vereinten Nationen im Sudan tätig.

Die aus Berlin und Schleswig-Holstein stammenden Männer waren am 22. Juni von einer bewaffneten Gruppe in ihrer Unterkunft in der Stadt Nyala im Süden Darfurs verschleppt worden. Westerwelle sagte, sie befänden sich nun in der Obhut sudanesischer Stellen und würden im Laufe des Tages in die Hauptstadt Khartum gebracht. Mitarbeiter des Roten Kreuzes hätten die Männer schon persönlich getroffen, der deutsche Botschafter in dem Land habe mit ihnen telefoniert.

Westerwelle würdigte den Einsatz des Krisenstabs und der beteiligten Behörden und dankte auch den sudanesischen Behörden für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit. „Wir freuen uns mit den Freigelassenen, ihren Angehörigen und Freunden.“ Im Zusammenhang mit der Entführung hatte das Auswärtige Amt im Juni mitgeteilt, dass sich im Sudan knapp 60 Deutsche mit amtlichem Auftrag aufhalten.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich ebenfalls erfreut: „Ich bin sehr glücklich und überaus erleichtert über die Freilassung der beiden THW-Mitarbeiter und danke allen an der Freilassung Beteiligten für ihre hervorragende Arbeit.“

In der Vergangenheit war es in Darfur zu einer Reihe von Angriffen und Überfällen gekommen. Wiederholt wurden ausländische Helfer entführt und manchmal erst nach Monaten und gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder frei gelassen. Nach UN-Schätzungen sind in Darfur seit 2003 mehr als 300.000 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer leben mehr als eine Million Menschen in Flüchtlingslagern.

dpa

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