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Politik Wer Annette Schavans Platz einnehmen könnte
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14:39 06.02.2013
Von Matthias Koch
Für Annette Schavan wird es brenzlig. Wer könnte ihren Platz einnehmen? Quelle: dpa
Berlin

 Da schon im September die Bundestagswahl ansteht, kann es sein, dass ein Nachfolger nur sieben Monate im Amt wäre. Deshalb wäre etwa ein Wechsel des abgewählten niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister in der gegenwärtigen Konstellation ein halsbrecherisches Manöver: McAllister müsste als Bundesminister sein Landtagsmandat aufgeben. Die Listen für die Bundestagswahl sind aber schon geschlossen, so dass McAllister im Fall einer schwarz-gelben Wahlniederlage im Bund durch kein Parlamentsmandat mehr aufgefangen wäre. Dem 42-jährigen Familienvater drohte in Berlin ein Fall ins Bodenlose.

Aus Niedersachsen käme daher eher die bisherige Landeswissenschaftsministerin Johanna Wanka (61) in Betracht. Sie hat vom Lebenslauf her nicht mehr viel zu verlieren, kennt die Wissenschaftsszene und hat sich auch bundesweit einen guten Namen gemacht.
In Frage kommen als Ersatzspieler auch jüngere ehrgeizige Abgeordnete aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, für die ein Neun-Monats-Job keine Schande, sondern eine Zierde wäre. Zu nennen wäre etwa der CDU-Bildungsexperte Michael Kretschmer aus Sachsen. Allerdings ist die sächsische CDU schon durch Thomas de Maiziere in der Ministerriege repräsentiert.

Schavan stammt aus Baden-Württemberg. Würde man streng nach Proporz eine Frau aus der Südwest-CDU suchen, fiele der Blick auf Annette Widmann-Mauz (46), derzeit Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Widmann-Mauz hat indessen einen Makel, der sich im Wissenschaftsministerium nicht gut macht: Sie wurde in Tübingen geboren und hat dort auch studiert (Jura) - aber nie einen Abschluss geschafft.

Annette Schavan – Wichtige Stationen

1974

Abitur

1974 – 1980

Studium der katholischen Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaften

1975

Eintritt in die CDU

1980

Studienabschluss: Promotion in Theologie

1980 – 1984

wissenschaftliche Referentin bei der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk

1984 – 1987

Abteilungsleiterin (Bildung) im Generalvikariat Aachen

1987 – 1988

Geschäftsführerin der CDU-Frauenunion

1988 – 1991

Geschäftsführerin des Cusanuswerks

1991 – 1995

Vorsitzende des Cusanuswerks

1995 – 2005

Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg

1998 – 2012

stellvertretende Parteivorsitzende

2001 – 2005

Mitglied des Landtages in Baden-Württemberg

2004

Niederlage bei der CDU-Mitgliederbefragung zur Nachfolge von Ministerpräsident Erwin Teufel

seit 2005

Mitglied des Deutschen Bundestages

seit 2005

Bundesministerin für Bildung und Forschung

Das Plagiatsverfahren der Universität Düsseldorf gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) geht heute in eine entscheidende Phase. Der maßgebliche Fakultätsrat könnte Schavan den 1980 erworbenen Doktorgrad entziehen.

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