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Politik Weniger Studienabbrecher in Deutschland
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11:39 16.06.2011
In Deutschland brechen immer weniger Menschen ihr Studium ab. Besonders in Niedersachsen ist die Erfolgsquote hoch. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Ein wesentlicher Grund für die geringen Abbrecherzahlen sei die Einführung der Bachelorstudiengänge, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Eine andere Ursache könnten Studiengebühren sein.

Von den Studenten, die im Jahr 2000 mit einem Studium begonnen haben, hatte 2009 fast jeder vierte noch keinen Abschluss (24 Prozent). Von den Anfängern des Jahres 1997 waren 2009 noch 29 Prozent nicht fertig.

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Die höchste Abschlussquote haben die Mediziner (95 Prozent), die niedrigste Studierende der Fächer Mathematik/Naturwissenschaften (66 Prozent) sowie der Sprach- und Kulturwissenschaften (69 Prozent). In Studiengängen, die dem Numerus Clausus oder einer Begabtenprüfung unterliegen, ist die Erfolgsquote insgesamt höher. Dazu gehört neben Medizin auch Kunst und Sport. „In den anderen Fächern kommt der Filter später“, hieß es.

Die Studenten in Niedersachsen gehören indes zu den erfolgreichsten in Deutschland. Bis zum Prüfungsjahr 2009 erreichten fast 83 Prozent der Studenten, die ihre Ausbildung an einer Hochschule im Jahr 2000 begonnen hatten, einen Abschluss. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden waren nur die Studenten in Berlin mit 83,7 Prozent erfolgreicher.

Der Bundesschnitt liegt bei gut 75 Prozent. Schlusslicht sind der Statistik zufolge die Studierenden in Bremen, von denen in dem Erhebungszeitraum nur knapp 65 Prozent ihr Studium erfolgreich abschlossen.

dpa/sta